Namen & Neues

Doch kein Pop-Up-Radweg auf dem Steglitzer Damm: Die Attilastraße ist jetzt im Gespräch

Veröffentlicht am 23.07.2020 von Boris Buchholz

Doch kein Pop-Up-Radweg auf dem Steglitzer Damm: Die Attilastraße ist jetzt im Gespräch. Auf den ersten Pop-Up-Radweg in Steglitz-Zehlendorf müssen Sie noch eine Weile warten. Der angedachte und bereits von der Senatsverkehrsverwaltung angeordnete Radstreifen auf dem Steglitzer Damm zwischen Munsterdamm und Bismarkstraße (meine Kollegin Sabine Beikler berichtete online) wird kurzfristig nicht realisiert werden können, erklärte Baustadträtin Maren Schellenberg (Grüne) dem Tagesspiegel am Mittwochvormittag. Die Fahrbahn sei zu uneben und weise Schlaglöcher auf, „es sind verschiedenste Arbeiten notwendig“. „Einfach so etwas auf die Straße zu malen“, ginge nicht. Auch wenn es auf diesem Abschnitt auf dem Steglitzer Damm keinen Pop-Up-Radweg geben werde, sieht die Stadträtin Handlungsbedarf: „Wir prüfen intensiv, was wir am Steglitzer Damm machen können – und zwar dauerhaft.“

Neben dem Steglitzer Damm war für die Albrechtstraße ein Pop-Up-Radweg im Gespräch. „Auch das ist erst einmal vom Tisch“, sagt Maren Schellenberg, „wir müssen zuerst für die Lieferfahrzeuge eine Lösung finden“. Denn wenn einmal ein Radweg installiert sei, dürften die Zulieferer nicht einfach auf dem markierten Radstreifen parken. Um den Lieferverkehr nicht zu blockieren, sei das Projekt zunächst zurückgestellt, einvernehmlich suchen Bezirk und Senatsverwaltung nach einer Variante, wie Radweg und Lieferverkehr kombiniert werden könnten.

Dafür steht ein neues Pop-Up-Projekt im Raum: Jetzt werden im Rathaus Zehlendorf Überlegungen angestellt, ob auf der Attilastraße in Lankwitz ein neuer Radweg markiert werden könnte. Das würde Sinn machen, denn Tempelhof-Schöneberg plant auf ihrem Teil der Attilastraße zwischen Röbling- und Ringstraße einen temporären Radfahrstreifen. Unter der S-Bahnbrücke wäre Schluss – in Steglitz-Zehlendorf müssten die Radlerinnen und Radler wieder auf der Fahrbahn des stark frequentierten Straßenzuges Attila- und Kaiser-Wilhelm-Straße wechseln. Doch auch für diese Verlängerung gelte: „Wenn es einfach wäre, hätten wir es schon längst gemacht“, sagt Stadträtin Schellenberg. Das Problem seien vor allem die Kreuzungen.

Kurzum: Der Südwesten wird in naher Zukunft Pop-Up-frei bleiben – trotzdem der Radverkehr in Berlin im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen ist. – Text: Boris Buchholz
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