Namen & Neues
In Leichter Sprache: Die Flüchtlings-Arbeit im Bezirk muss neu organisiert werden
Veröffentlicht am 04.02.2021 von Boris Buchholz
In Steglitz-Zehlendorf leben mehr als 2.000 Flüchtlinge.
Das Wort Flüchtling meint:
Dieser Mensch hat sein Zuhause in einem anderen Land verlassen.
Der Abschied von Zuhause ist nicht freiwillig.
Für eine Flucht gibt es viele Gründe.
Viele Flüchtlinge flüchten aus Angst um das eigene Leben.
Oder aus Hunger und Armut.
Oft sind ganze Familien auf der Flucht.
Die Flüchtlinge hoffen in Deutschland
auf ein sicheres Leben.
Die Flüchtlinge wohnen hier im Bezirk ganz unterschiedlich:
- Das Land Berlin hat 6 eigene Häuser für Flüchtlinge eingerichtet.
- Der Bezirk hat einige Häuser für Flüchtlinge gemietet.
- Einige Flüchtlinge haben Wohnungen gefunden.
Die Flüchtlinge sollen hier bei uns gut leben können.
Dafür müssen viele Dinge organisiert werden.
Zum Beispiel:
- eine Arbeit
- ein Sprach-Kurs
- für die Kinder ein Platz in der Schule
Wichtig ist auch das gute Miteinander mit den deutschen Nachbarn.
Für die Versorgung von den Flüchtlingen
müssen viele Menschen sehr gut zusammen-arbeiten.
In Berlin gibt es für diese wichtige Arbeit
in jedem Bezirk einen Flüchtlings-Fach-Mann.
Das schwere Wort dafür ist Flüchtlings-Koordinator.
Koordinator meint:
Dieser Fach-Mann sorgt für guten Austausch über wichtige Infos.
Der Flüchtlings-Fach-Mann organisiert die Flüchtlings-Arbeit.
Steglitz-Zehlendorf hatte viele Jahre einen Flüchtlings-Fach-Mann.
Seit diesem Jahr gibt es den Flüchtlings-Fach-Mann nicht mehr.
In allen anderen Bezirken in Berlin
gibt es den Flüchtlings-Fach-Mann aber noch.
Warum gibt es den Flüchtlings-Fach-Mann in unserem Bezirk nicht mehr?
Carolina Böhm ist eine Politikerin im Bezirksamt.
Sie ist die Chefin von dem Amt für Jugend,
für Gesundheit und für die Flüchtlings-Arbeit.
Frau Böhm erklärt:
Es gibt nicht genug Geld
für alle wichtigen Arbeits-Stellen im Bezirkamt.
Deshalb gibt es die Arbeits-Stelle
von dem Flüchtlings-Fachmann leider nicht mehr.
Auch die Bürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf sieht das Problem.
Die Bürgermeisterin ist die Chefin von dem Bezirk.
Die Bürgermeisterin heißt Cerstin Richter-Kotowski.
Auch Frau Richter-Kotowski findet die Arbeit
von dem Flüchtlings-Fach-Mann wichtig.
Sie sagt:
Für die Arbeits-Stelle ist aber kein Geld da.
Das Land Berlin hat dem Bezirk
nicht genug Geld für diese Arbeitsstelle gegeben.
Carolina Böhm findet das nicht gut.
Die Flüchtlings-Arbeit ist ihr sehr wichtig.
Andere Mitarbeiter im Bezirksamt müssen jetzt
die Arbeit von dem Flüchtlings-Fach-Mann machen.
Die Mitarbeiter haben aber schon sehr viel Arbeit.
Für die Flüchtlings-Arbeit ist dann weniger Zeit.
In Steglitz-Zehlendorf arbeiten viele Menschen
in ihrer Freizeit für die Versorgung von den Flüchtlingen.
Eine große Gruppe heißt Runder Tisch Flüchtlings-Arbeit.
Auch diese Gruppe findet einen Flüchtlings-Fach-Mann
sehr wichtig.
Sie sagt:
- Der Bezirk findet die Flüchtlings-Arbeit nicht wichtig genug!
- Die Flüchtlings-Arbeit muss gut organisiert werden.
- Für die Arbeits-Stelle von dem Flüchtlings-Fachmann muss es Geld geben!
Übersetzung: Sabine Sundermann