Namen & Neues
"Wir bauen ein Schulhaus": Grundsteinlegug für die Evangelische Grundschule Zehlendorf
Veröffentlicht am 10.06.2021 von Boris Buchholz
Schon die Zeremonie machte deutlich, dass hier nicht der Grundstein für irgendeine Schule gelegt wird. „Wir bauen ein Haus“, sagte die sechsjährige Josefine und legte einen Stein auf das Podest. „Ein Schulhaus“, ergänzte Jasper, elf Jahre alt; ein zweiter Stein. „Wir bauen ein Schulhaus für die Kinder“, sprach die zehnjährige Greta ins Mikrofon mit dem Stein noch in der Hand. Alma legte den vierten Grundstein und rezitierte Matthäus 7, Vers 24: „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.“ Und dann wurde schön tönend Gott gelobt: mit dem Schlagzeug, mit der Flöte, mit den Klangstäben.
„Langer Traum“. Am Freitag, 4. Juni, wurde auf der Baustelle an der Ludwigsfelder Straße 30 das Fundament für die Evangelische Grundschule Zehlendorf gelegt. Etwa sechzig Gäste standen in der prallen Sonne, als Johannes Krug, Superintendent des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf und Bauherr der Schule, sagte: „Ein langer Traum wird endlich wahr.“ Schon seit Jahren habe es den Wunsch gegeben, eine evangelische Schule in Zehlendorf zu begründen, jetzt sei diese lange Reise angetreten. „Der Anfang fällt wie bei jeder Reise ganz leicht“, sagte er, „später wird es steiniger“. Das habe er schon bemerkt, als das Projekt von der Papier- in die Bauphase rückte. „Meine Lieblingsworte sind diese Woche ‚Massenmehrung‘ und ‚Preisgleitklausel'“, gab Johannes Krug bekannt.
Der Höhepunkt der Zeremonie war das Befüllen und Versenken der Zeitkapsel im Grundstein der Schule: Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski steuerte einen Buddybären und eine aktuelle Bezirksbroschüre bei („Hier stand früher meine Taufkirche“), Theaterpädagogin Maura Meyer vom Deutschen Theater (die Grundschule hat einen Theaterschwerpunkt) legte einen Ball in die Metallbox („Wir Theaterpädagogen gehen eigentlich nie ohne Ball aus dem Haus“). Einen Ichtys, das aus Fischen bestehende Symbol der Evangelischen Schulstiftung, sie betreibt die Schule, gab Vorstandsvorsitzender Frank Olie hinzu. Nach weiteren Gaben versenkte Johannes Krug die Zeitkapsel dann im Fundament.
Auf diesem Grundstein wird bis 2023 ein modernes Schulhaus für die zweizügige Grundschule entstehen. 300 Schülerinnen und Schüler werden hier einmal zur Schule gehen; 4,7 Millionen Euro wird der Bau kosten. Was genau geplant ist und wie das inhaltliche Konzept der Grundschule aussieht, erfahren Sie in Wort und Bild hier.
Auch wenn bisher nur das Fundament für das neue Schulgebäude zu sehen ist: Schon zum Schulbeginn im August werden an einem Interimsquartier die Kinder der ersten beiden Klassen begrüßt werden. Denn dann startet der Schulbetrieb in Containern am Übergangsstandort auf dem Gelände der Kirchengemeinde Schönow-Buschgraben an der Andréezeile/Ecke Pfarrlandstraße (hier mein Bericht). Die künftige Schulleiterin Yvonne Barckhausen berichtet am Freitag nach der Grundsteinlegung, dass noch Plätze in den beiden ersten Klassen frei seien, „mindestens acht“.
Text: Boris Buchholz
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