Namen & Neues

Stammbahn: Es wird wohl eine Regionalbahn werden

Veröffentlicht am 17.03.2022 von Boris Buchholz

Mein Kollege Jörn Hasselmann ist der Verkehrsexperte des Tagesspiegels – seine Drähte zur Bahn, zu den Verkehrsbetrieben und zum Senat sind legendär. Jetzt hat er erfahren, dass Berlin wohl auf der alten Stammbahntrasse zwischen Potsdam und Berlin Regionalzüge fahren lassen wolle. Das ist neu: Lange Zeit hatten die Grünen dafür geworben, eine S-Bahn rollen zu lassen. Doch Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat sich jüngst bei einer Veranstaltung ihrer Partei pro Regionalbahn geäußert. Und auch der Arbeitskreis Verkehr der SPD Brandenburg und der Fachausschuss Mobilität der SPD Berlin haben im Januar dem Aufbau der Trasse für Regionalzüge zugestimmt.

Bei der Brandenburger Landesregierung treffen diese Entscheidungen auf offene Ohren: Brandenburg spricht sich schon seit langem für den Betrieb als Regionalbahnstrecke aus – auch wenn die Züge in Kleinmachnow und Düppel nicht halten würden. Die Region Teltow-Kleimnachnow-Stahnsdorf könne besser über eine verlängerte S25 an Berlin angebunden werden, findet der Fahrgastverband Igeb. Igeb-Sprecher Jens Wieseke rechnet damit, dass die ersten Züge frühestens 2036 die Strecke befahren könnten – vielleicht auch erst 2040, „je nachdem, wie das Planfeststellungsverfahren abläuft“. In Kleinmachnow und Zehlendorf ist Streit absehbar: Lärmschutzwände und Bahnübergänge müssten gebaut werden, an der Benschallee könnte eine Unterführung entstehen.

Und was sagt der Tagesspiegel-Verkehrsexperte? „Zum 200. Geburtstag der Strecke könnten also wieder Züge rollen auf dem direkten Weg von Berlin nach Potsdam.“ 1838 war die Strecke zwischen Potsdam und Berlin eröffnet worden. Den ausführlichen Beitrag von Jörn Hasselmann finden Sie hier als T+-Text.