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Vierjähriges Kind zum Glück unverletzt: Autofahrer rast bei Rot über Ampel in Lichterfelde-Ost

Veröffentlicht am 27.03.2025 von Boris Buchholz

„Heute hätte mein Kind sterben können“, schrieb Seema Mehta vergangene Woche auf Bluesky. Ein Autofahrer war am Mittwoch vor dem S-Bahnhof Lichterfelde-Ost auf der Busspur und vorbei an wartenden Autos über den Fußgängerüberweg gerast. Die Fußgängerampel stand auf Grün, Menschen querten die Straße.

„Dieser Autofahrer ist durch die Menge durchgefahren.“ Die Lichterfelderin war mit ihrem vier Jahre alten Kind auf dem Überweg unterwegs: Der Autofahrer fuhr das Kind an, es saß auf seinem Fahrrad. Zum Glück blieb das Kind unverletzt. „Das Vorderrad und der Helm haben alles abbekommen. Ich bin fertig“, so die Mutter in dem Post.

„Es grenzt an ein Wunder, dass er niemanden tot gefahren hat“, sagt Seema Mehta dem Tagesspiegel auf Nachfrage. „Das Fahrrad hat einen Totalschaden und die Schäden am Helm deuten darauf hin, dass das Kind mit dem Kopf auf dem Asphalt gelandet ist.“

Zwar wirke der Schock nach, zugleich freue sie sich jedoch über die Hilfe der Menschen vor Ort. Sie hat an der Ampel vor dem Einkaufszentrum „LIO“ Dankes-Schreiben aufgehängt. „Danke, dass Sie die Polizei und den Rettungswagen verständigt haben, dem Auto hinterhergerannt sind, sich das Kennzeichen gemerkt haben, uns Stuhl und Traubenzucker besorgt haben und als Zeuginnen und Zeugen mit auf die Polizei gewartet und eine Aussage abgegeben haben“, heißt auf dem in einer Sichthülle verpackten Zettel.

Ob der Autofahrer, der weiter fuhr, derweil ermittelt wurde, ist nicht bekannt. Bis zum Redaktionsschluss antwortete die Pressestelle der Polizei zunächst nicht auf eine Anfrage des Tagesspiegels. Für welche Reaktionen der Unfall in der Online-Community sorgte, lesen Sie hier in meinem ausführlichen Bericht auf tagesspiegel.de.

  • Foto: Seema Mehta