Boris Buchholz' Zukunfts-Tipp für Sie

Veröffentlicht am 12.12.2019

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen – und das neue Jahr birgt Raum für die Entfaltung neuer Ideen, neue Perspektiven können entdeckt und Lebensträume erfüllt werden. Zum Beispiel: Sind Sie mit Ihrem Arbeitsleben zufrieden? Nervt Sie Ihr Job? Fühlen Sie sich von Ihrem Chef nicht ernst genommen? Und an die Schülerinnen und Schüler, Studenten und Studentinnen gewandt: Haben Sie genug von der Lernerei – und wollen endlich in die Praxis und zeigen, was Sie können? Dem steht nichts im Wege, die Freie Universität sucht für das kommende Lehrjahr 45 neue Auszubildende. Die Palette der Ausbildungsberufe reicht vom Chemielaboranten über Fachinformatikerin und Gärtner bis zur Veranstaltungskauffrau. Der Bewerbungsschluss ist der 20. Dezember – ist Ihre Bewerbung versandt (ausbildungsleitung@fu-berlin.de), können Sie in Ruhe Weihnachten (und Ostern und Mittsommer) feiern. Los geht es mit der Ausbildung nämlich erst am 1. September 2020.

Besonders beliebt: Die „tierischen“ Ausbildungen. Egal ob „Tiermedizinische/r Fachangestellte/r“, Tierpfleger oder Pferdewirtin, hier können Sie zeigen, was eine Forke ist. Wenn der Umgang mit Heu und Stroh nicht Ihr Ding ist, kommen Sie zu spät: Für den Beruf des Tierwirts, an der FU werden Bienenvölker gehegt und gepflegt, werden dieses Jahr keine weiteren Bewerbungen mehr angenommen. Der nächste Bewerbungsschluss als Bienen-Azubi ist der 1. September 2021 (kein Schreibfehler: 2021).

Die Bedingungen, mit denen die Universität Sie locken will, hören sich überwiegend gut an. Beispiel Pferdewirtin: Im ersten Ausbildungsjahr werden 1.036,82 Euro gezahlt, im dritten sind es 1.140,61 Euro. Oben drauf werden Vermögenswirksame Leistungen gezahlt, es winken sowohl eine „Jahressonderzahlung“ als auch eine Prämie von 400 Euro, wenn Sie die Pferde-Ausbildung auch tatsächlich abschließen. Die Arbeitskleidung stellt der Arbeitgeber, 30 Tage Urlaub, na klar. Die Perspektive nach der Ausbildung ist etwas schwammig. Ihnen wird die „Chance auf mindestens einjährige Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis“ angediehen – ein Weiterbeschäftigungsversprechen ist das nicht. Dafür gilt ein anderes Versprechen: „Schulnoten sind nicht alles!“ Wer motiviert und talentiert, zuverlässig und teamfähig, aufnahmefähig und flexibel sei, hat wohl gute Chancen, eine schlechte Note in Physik oder Französisch auszugleichen.

Auf zu neuen Ufern. Auf fu-berlin.de/sites/ausbildung gibt es alle wichtigen Infos. Ich habe mich durch die Seiten gelesen: Von einer Altersbegrenzung steht nirgends etwas geschrieben. Und bevor Sie fragen – ja, ich denke über einen Karrierewechsel als Sport- und Fitnesskaufmann in der Zentraleinrichtung Hochschulsport aktiv nach. Ein paar Tage Bedenkzeit habe ich ja noch. – Text: Boris Buchholz
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Zum Newsletter-Autor: Boris Buchholz ist freiberuflicher Journalist und Designer. Zwar wurde er in Wilmersdorf geboren, doch wuchs er in Lankwitz auf, besuchte in Steglitz das Gymnasium und wohnt in Zehlendorf. Mehr über Boris Buchholz erfahren Sie auf seiner Website. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an boris.buchholz@tagesspiegel.de