Intro

von Sigrid Kneist

Veröffentlicht am 12.03.2019

schon lange wird darüber diskutiert, wie der Tempelhofer Damm radfreundlicher und vor allem sicherer gestaltet werden kann, auf dem Stück von Alt-Tempelhof in südlicher Richtung. Dort gibt es nämlich keinen Radweg. Am Samstag fand in der Alten Zollgarage eine Ideenwerkstatt zu dem Thema statt, denn es gibt einen BVV-Beschluss, wonach zwischen Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße ohne große Umbaumaßnahamen relativ kurzfristig ein Radweg entstehen soll, bevor Mitte der zwanziger Jahre der Tempelhofer Damm ohnehin neu gestaltet werden soll. Mein Kollege und engagierte Radfahrer Jörn Hasselmann hat sich die Diskussion angehört und als Fazit mitgenommen, dass sichere Radspuren auf der Fahrbahn von Alt-Tempelhof bis südlich zur Ordensmeisterstraße nur möglich sind, wenn auf die dortigen Parkplätze verzichtet wird. Auf der Stubenrauchbrück ist der Gehweg breit genug, dass man dort den Radweg anlegen könnte. Auch dort würden die Parkplätze wegfallen müssen. Hasselmanns Bericht lesen Sie hier: tagesspiegel.de

„Wir können nicht länger warten. Noch in diesem Sommer müssen Radfahrende auf ersten provisorischen Radwegen sicher Tempelhof erreichen und durchqueren können. Wir setzen darauf, dass die Stadträtin Christiane Heiß und die Senatorin Regine Günther an einem Strang ziehen und die Unterstützung der Bevölkerung für die Verkehrswende  aufgreifen“, schrieb Stefan Meißner vom Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg in einer Mitteilung auf der Homepage der Organisation. rad-ts.de

Da es sich bei dem Tempelhofer Damm um eine wichtige Ausfallstraße und eine Bundesstraße handelt, ist auf jeden Fall auch die Senatsverkehrsverwaltung zuständig. Ohne Diskussionen wird der Prozess nicht laufen. Was halten Sie von diesen Überlegungen, einen sicheren Radweg dort anzulegen, wo bisher – nach Angaben des vom Bezirk beauftragen Planungsbüros – ungefähr 200 Autos parken können? Schreiben Sie mir: sigrid.kneist@tagesspiegel.de

Mehr zum Radverkehr gibt es in der Rubrik Namen und Neues.

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Mitte der neunziger Jahre hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie wenig später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de

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