Kiezkamera
Veröffentlicht am 11.08.2020 von Valerie Barsig

Grau in grau. So wirklich schön ist sie nicht, die Grunewaldstraße, die kurz nach dem Bayerischen Platz als Berliner Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf weitergeht. Deshalb plant die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nun eine Umgestaltung. Eine Machbarkeitsstudie liegt inzwischen sowohl dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg als auch dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf vor. Aktuell werte man diese intern aus, heißt es auf Anfrage von Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Grüne).
Zwei Varianten. Seit sieben Jahren setzt sich unser Leser Georg Bassenge für die Umgestaltung ein. Er hat Ideen eingebracht und immer wieder nachgehakt. Für ihn zieht sich die Straße „wie eine Narbe“ durch das Altbaugebiet. Nun gibt es zwei mögliche Varianten: Eine sieht einen geschützten Radstreifen vor, die andere ist wesentlich umfangreicher und eher nach historischem Vorbild, würde also einen Umbau der Straße auf weniger Spuren nach sich ziehen, samt festem Radweg und breiterem Gehweg und – möglicherweise – mehr Bäumen.
Details unklar. Bei der Frage nach weiteren Details verweist Bezirksstadträtin Heiß an die Senatsverwaltung. Bevor Bürger beteiligt werden können, müssten zunächst alle inhaltlichen, finanziellen und organisatorischen Eckpunkte geklärt werden. Klar sei, dass möglichst schnell Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm- und Abgasemissionen geschützt werden müssten – Grundlage dafür ist der „Lärmaktionsplan 2013–2018“. „Die Vorschläge der Gutachter sind dazu geeignet“, so Heiß.
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