Namen & Neues

Fahrrad oder Auto oder Auto und Fahrrad

Veröffentlicht am 07.11.2017 von Sigrid Kneist

Im Sommer gab es eine erregte Diskussion um die Parkplätze vor der Haustür des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD). Sie erinnern sich? Müller hatte kritisiert, dass ungefähr acht Plätze weggefallen waren, weil im Schulenburgring, einer Einbahnstraße, die Radfahrer jetzt in beiden Richtungen fahren sollen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende in der BVV, Jan Rauchfuß, unterstützte zunächst die Position des Regierenden vehement und sprach auf Facebook von „einer falschen Anordnung an der falschen Stelle“ und einer kontraproduktiven Fehlplanung. Das Halteverbot blieb dennoch; in der BVV stimmte die SPD letztlich mit dafür, dass die Maßnahme nicht zurückgedreht wurde.

Und damit Ende der Debatte – oder doch nicht? Jetzt gibt es demnächst eine Einwohnerversammlung zum Thema „Miteinander von Autos und Fahrrädern“. Beantragt hatte sie eine Einwohnerinitiative; sie fand nach Angaben von BVV-Vorsteher Stefan Böltes (SPD) die notwendige Unterstützung durch die CDU-Fraktion  (12) und einige Verordnete der SPD (7) und der AfD (5). Voraussetzung ist die Unterstützung von 19 Verordneten. Diskutiert wird am Donnerstag, 16. November, in der Rundkirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 19 Uhr.

Keine Knöllchen, kein Ärger. Erboste Reaktionen gab es damals auch, weil Parksünder sofort nach Aufstellen der Halteverbotsschilder aufgeschrieben worden seien. Die BVV beschloss deshalb die Forderung, diese Ordnungswidrigkeitsverfahren aufzuheben. Allerdings: Im Ordnungsamt des Bezirks meldeten sich bis heute keine davon Betroffenen. Vielleicht doch ein Fall von viel Lärm um wenig.

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