Namen & Neues

Park oder Potse

Veröffentlicht am 21.11.2017 von Sigrid Kneist

Eine gute Stunde debattierte die BVV am Mittwoch über eine Große Anfrage zu der Suche nach einem neuen Standort für das selbstverwaltete Jugendzentrum Potse. Dabei wurden im wesentlichen Differenzen in der rot-grünen Zählgemeinschaft deutlich. Einfach ist die Suche ohnehin nicht, da die Jugendlichen „im Grunde nicht bereits sind, sich örtlich zu verändern“, wie Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) sagte. Mit dem bisherigen Vermieter wird zwar noch über eine Verlängerung des Mietvertrages verhandelt. Aber dessen Interesse sei nicht groß. „Der Vermieter hat nicht als erste Priorität eine hohe Miete“, sagte Oltmann. Der Stadtrat teilte mit, dass er jetzt sehr intensiv eine Immobilie in der Bülwostraße 90 prüft. Die Stiftung „Berliner Leben“ der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag habe deutlich gemacht, dass sie ein Interesse habe, die Potse dort unterzubringen.

Demgegenüber zeigte sich SPD-Mann Christoph Götz „sehr enttäuscht“, dass Oltmann ein anderes Grundstück an der Bülowstraße ablehnt. Dabei handelt es sich um ein Teilstück des Nelly-Sachs-Parks, auf dem ein Neubau entstehen könnte. „Unser Herz schlägt eher für die Jugendlichen als für diese Ecke“, sagte Götz. Das sah wiederum der Grüne Bertram von Boxberg anders: „Eine Grünfläche wird im Schöneberger Norden kaum zu Bauzwecken umgewidmet.“

Nach einiger Zeit meldete sich dann auch der für Jugend zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD) unter anderem mit folgendem Satz zu Worte: „Durch lange und breite Diskussionen werden unsere Chancen für die Verhandlung nicht besser.“ Die Große Anfrage hatte übrigens die SPD gestellt.

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