Namen & Neues

Eine Lücke schließen: Planung für Wohnungen an der Hohenstaufenstraße beginnt

Veröffentlicht am 20.02.2018 von Judith Langowski

In den 1960er Jahren wurden fast alle Häuser an der nördlichen Straßenseite der Hohenstaufenstraße zwischen Eisenacher und Münchener Straße abgerissen. Hintergrund: Die Straße wurde in der Breite fast verdoppelt, um die Lücke zwischen Hohenzollerndamm und Yorckstraße zu schließen. Die Straße sollte zum Autobahnzubringer zur Westtangente ausgebaut werden, hieß es im Bebauungsplan aus dem Jahr 1963. Die Westtangente ist bekanntermaßen nie gebaut worden.

Ein Haus blieb standhaft, oder eher ein Eigentümer. Ihm gehörte das Haus Hohenstaufenstraße 22 und das ließ er nicht abreißen. Der Bezirk wünscht sich seit langem, schrieb mein Kollege Jörn Hasselmann schon im Jahre 1995, dass die Fläche wieder bebaut werde und dort Menschen wohnen können. Schon in den Neunzigern gehörte das Grundstück der Degewo, der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft, die dort bis zu 200 Wohnungen hätte bauen können. Auch die Bezirksverordnetenversammlung begrüßte im Juli 1995 (!) einen Antrag, nachdem die Bauarbeiten für neue Wohnhäuser hätten losgehen können.

Doch wer will schon hetzen: Erst letzte Woche (Februar 2017!) teilte das Bezirksamt den Bezirksverordneten mit, dass der Planungsprozess zwischen Degewo und dem Bezirk startet. Nicht nur 2-, sondern 300 Wohnungen will die Wohnungsbaugesellschaft dort schaffen, der bestehende Jugendzirkus „Juxirkus“ wird „Teil eines zukünftigen sozialen Campus“, meldet die SPD Tempelhof-Schöneberg am Montag. Die SPD drängt „auf einen hohen Anteil sozialer Wohnungen“ im Neubauprojekt.