Namen & Neues

Spritzen im Sand

Veröffentlicht am 20.03.2018 von Sigrid Kneist

In den letzten Wochen war hier mehrmals Thema, wie Drogenkonsumenten Spielplätze im Schöneberger Akazienkiez nutzen, um sich dort einen Schuss zu setzen und ihre benutzten Utensilien im Sand oder im Gebüsch hinterlassen. Eltern gehen inzwischen auf Patrouille, um selber die Spielplätze zu reinigen. Die Aktion „Clean Kiez“ hatte am Wochenende zu einer großen Säuberungsaktion der Spielplätze aufgerufen. Das Engagement der Anwohner war riesig: 70 Leute seien gekommen, um mitzumachen, sagt Mitinitiatorin Vanessa Rücker.

Erschreckende Funde. Und was sie einsammelten, ist mehr als beachtlich: Über 60 Spritzen mit Nadeln, zudem zahlreiche Plastiktütchen, Verpackungen, blutige Tupfer, Aluschälchen, Löffel, Pillenpackungen und weitere Fixerutensilien. Ein Bild davon können Sie auf der Internetseite von Clean Kiez  sehen.

Ihre Ausbeute übergaben die Helfer der Polizei. Auf dem Spielplatz in der Merseburger Straße, ehemals Spritzen-Brennpunkt, wurde diesmal vergleichsweise wenig gefunden. Die Verbesserungen sind wohl auf erhöhte Reinigungsintervalle zurückzuführen, die nach einer Spielplatzbegehung im März von der grünen Bezirksstadträtin Christiane Heiß angeordnet wurden. Heute sollte es ein Koordinierungsgespräch im Bezirksamt geben.

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