Namen & Neues

Bei der BVG fehlen noch Aufzüge und Blindenleitsysteme

Veröffentlicht am 08.05.2018 von Sigrid Kneist

Auch bei der BVG ist noch längst noch nicht alles barrierefrei zu erreichen. Stadtweit fehlen noch auf einem knappen Drittel der 173 U-Bahnhöfe Aufzüge oder Blindenleitsystem auf den Bahnsteigen. Im Bezirk sind noch zehn Bahnhöfe nicht barrierefrei: Kurfürstenstraße, Viktoria-Luise-Platz, Friedrich-Wilhelm-Platz, Rathaus Schöneberg, Bayerischer Platz, Platz der Luftbrücke, Eisenacher Straße, Bayerischer Platz, Alt-Tempelhof, Westphalweg. Vor allem beim U-Bahnhof Bayerischer Platz, der komplett neugebaut wurde, ist es unverständlich, dass es keinen Aufzug zu den Gleisen gibt.

Die BVG hatte bereits in der vergangenen Legislaturperiode den Auftrag erhalten, dass sämtliche Bahnhöfe bis 2020 barrierefrei gestaltet sein müssen. Dafür wurden im aktuellen Doppelhaushalt von der rot-rot-grünen Koalition dreistellige Millionenbeträge bereitgestellt. Im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses wurde jetzt klar, dass dieses Datum nicht eingehalten werden kann, wie aus einer Vorlage von Verkehrssenatorin Regina Günther (parteilos, für die Grünen) hervorgeht. Jetzt sollen die letzten Maßnahmen 2021 begonnen werden.

„Aus meiner Sicht ist es völlig inakzeptabel, dass die Herstellung der Barrierefreiheit an den U-Bahnhöfen so lange dauert und ganz offensichtlich von der BVG nicht ernsthaft genug betrieben wird“, sagte der Schöneberger Grünen-Abgeordnete Sebastian Walter. Er äußerte die Erwartung, „dass bereits eingetretene Verzögerungen aufgeholt werden müssen“.

Anzeige