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Grünzug wird saniert: Auch Damwild muss umziehen

Veröffentlicht am 22.05.2018 von Judith Langowski

Über eine Million Euro hat das Bezirksamt aus dem Berliner Programm für Nachhhaltige Entwicklung (BENE) erhalten, um den Grünzüg am U-Bahnhof Alt-Tempelhof vom Bosepark über den Lehnepark und Alten Park bis zum Franckepark zu sanieren. Am 15. Mai fand eine Bürgerbefragung statt, um die verschiedenen Konzepte vorzustellen und zu diskutieren. Die Frage stellte sich, was während der Sanierungsarbeiten mit dem Damwild im Gehege im Franckepark passiert. Ordnungsstadträtin Christiane Heiß (Grüne) hat nicht nur gute Nachrichten: Während der Bauarbeiten im Franckepark, bei denen der Teich und die Gehwege saniert werden müssen, muss auch das Damwild raus. Sie sichert allerdings zu, dass das Gehege einen Platz bekommt. Aber noch ist unklar, ob die Tiere nach den Sanierungsarbeiten zurück in den Franckepark können. Gibt es eine Alternative? „Das wird aktuell geprüft“, lautet die Antwort der Stadträtin. Den Franckepark wolle man auf jeden Fall als „sozialen und ökologischen Platz“ erhalten. Eine weitere schlechte Nachricht: Vorige Woche ist ein Damhirsch aus Altersgründen gestorben.

Zur Sanierung der Parks gehört außerdem, dass die Barrierefreiheit erhöht wird sowie zugewucherte Ecken zurückgeschnitten werden, damit sich Besucher*innen sicherer fühlen. Im Fachdeutsch: „Auflösung von Angsträumen“. „Aus kleinen Hecken sind mittlerweile große Bäume geworden“, beschreibt Heiß die natürlich Entwicklung, die sich in jedem Park vollzieht. Es habe sich ein großer Pflegerückstand aufgestaut, so Heiß. Mit dem BENE-Geld soll u.a. die Wasserqualität in den Parks erhöht, Sitzbänke erneuert und Eingänge und Schilder sichtbarer werden. Die Sanierungsarbeiten sollen zwischen 2019 und 2021 stattfinden, der Franckepark ist nach Plan erst 2021 dran.