Namen & Neues

Kontrovers: Linkenchef des Bezirks für Sammelbewegung

Veröffentlicht am 28.08.2018 von Sigrid Kneist

Am 4. September soll die von Sahra Wagenknecht und ihrem Ehemann Oskar Lafontaine initiierte Sammlungsbewegung „Aufstehen – gemeinsam, gerecht, friedlich“ offiziell an den Start gehen. Während die Berliner Landesspitze der Linken sich von dem Projekt distanziert, äußert sich Bezirkschef Alexander King positiv. Er höre aus der Mitgliedschaft viel Unterstützung für die Sammlungsbewegung, die mit #aufstehen für sich wirbt. „Viele Mitglieder verstehen #aufstehen als Rückenwind für unsere Anliegen und Möglichkeit, noch mehr Menschen zu erreichen. Der große Zuspruch in der Bevölkerung zeigt doch, wie verbreitet der Wunsch nach einem grundlegenden Politikwechsel ist“, sagt King. „Ich würde mir wünschen, dass wir diese Chance erkennen und konstruktiv aufgreifen, anstatt uns daneben zu stellen und nur zu kritisieren.“

Die Berliner Landeschefin der Linken, Katina Schubert, hatte gesagt, dass Wagenknecht, die Fraktionschefin im Bundestag, und ihre Unterstützer „ein komisches Bewegungsverständnis“ hätten. Bewegungen müssten sich von unten entwickeln und nicht „von oben“. Schubert stimmt es „sehr befremdlich, dass eine Amtsträgerin eine Bewegung gründet, um ihre eigenen politischen Inhalte durchzusetzen“. Fraktionschef Udo Wolf kritisierte den Kurs in der Migrationspolitik von Wagenknecht, die antieuropäische Linie und die Rückbesinnung auf den Nationalstaat sowie den Rückfall auf eine Wirtschafts- und Sozialpolitik aus den 1970er Jahren. tagesspiegel.de

Beim Sommerfest der Linken Tempelhof-Schöneberg in Marienfelde war in diesem Juli Oskar Lafontaine der Ehrengast.