Namen & Neues

Vandalismus und Sicherheit in Tempelhofer Parks

Veröffentlicht am 12.03.2019 von Sigrid Kneist

In den vergangenen Wochen erreichten mich mehrfach Schreiben von Lesern, die sich über Vandalismus beklagten und den Eindruck hatten, dass dieser zunehme. Auch hieß es, dass im Bosepark und im Alten Park vermehrt Dealer tätig seien. Ich fragte die zuständige Stadträtin Christiane Heiß (Grüne). Eine Zunahme gebe es nicht: „Die mutwilligen Zerstörungen sind über die vielen Jahre auf einem gleichbleibenden Niveau und beschränken sich immer auf folgende Dinge: Graffiti, demolierte Bänke und Papierkörbe sowie Missbrauch der Rettungseinrichtungen/ Rettungsringe.“ Zurzeit befinde sich im Klaren See ein Rohrpfosten, der aber nur schwer aus dem Wasser zu holen sei.

Bezüglich der Graffiti gab es nach Auskunft der Stadträtin 2017 eine groß angelegte Polizeiaktion. Beamte des Abschnitts in der Götzstraße waren an mehreren Tagen im Bosepark und Alten Park präsent und auch ein Infomobil der Polizei wurde im Bosepark aufgestellt. Anzeigen werden laut Heiß bei der Polizei nur bei rechtsextremen Graffiti gestellt oder bei Schmierereien, die für die Polizei einen Wiedererkennungswert haben. Für die Entfernung von Graffiti in Grünanlagen hat der Bezirk dieses Jahr über die „Aktion Sauberes Berlin“ Gelder beantragt. Die Mittel seien seit ein paar Tagen verfügbar und können nun verwendet werden.

Zu vermehrtem Auftreten von Drogenhändlern im Bosepark oder im Alten Park ist im Bezirksamt nichts bekannt. Heiß verweist auf Probleme an der Grünanlage Alt-Tempelhof rund um die U-Bahnstation. Hier habe das Grünflächenamt im letzten Jahr Mauern, die als Gestaltungselemente in den siebziger Jahren gebaut worden waren, einreißen lassen, um die Transparenz und das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern. Diese Flächen wurden neu bepflanzt. „Die Maßnahme scheint zu wirken“, sagt Heiß.

Heiß nennt aber ein weiteres Problem mit Besuchern in den Parks: „Nach unserem Empfinden hat sich das Problem der freilaufenden Hunde von Jahr zu Jahr verstärkt. Man hat den Eindruck, dass der Bosepark zu einem Hundeauslaufgebiet geworden ist. Es hält sich so gut wie niemand mehr an das Grünanlagengesetz.“

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