Namen & Neues

Debatte um den Supermarkt

Veröffentlicht am 02.04.2019 von Sigrid Kneist

Die Aufregung rund um die Handjerystraße in Friedenau ist groß. Bei einer Baustellenbesichtigung für das angrenzende neue Wohnquartier „Friedenauer Höhe“ verkündeten die Projektleiter, dass der Edeka-Markt an der Handjerystraße einem Neubau weichen müsse. Für eine Zeit von rund einem Jahr werde es dann dort keinen Supermarkt geben, bevor er im Erdgeschoss des Neubaus wieder einziehen könne. Für die Anwohner keine angenehme Nachricht, denn außer einem Discounter in der Umgebung gibt es keinen weiteren Lebensmittelmarkt. Der Geschäftsführer dieser Edeka-Filiale, Ingo Meichsner, ist empört. Er legt Informationen für seine Kunden aus: „Dieses ist Wunschdenken eines Berliner Baulöwen und entspricht nicht den Tatsachen. … Richtig ist, dass wir einen sehr langen Mietvertrg haben und diesen auch zugunsten unserer Kunden ausschöpfen. … Wir bleiben geöffnet und schließen nicht.“  Seine 30 Parkplätze musste er allerdings schon für die Erschließung für die Zufahrtsstraße zur Friedenauer Höhe aufgeben.

Was ist da geschehen? Offensichtlich gibt es noch keine Einigung zwischen dem Edeka-Konzern in Minden und dem Bauherrn, dem Hamburger Unternehmen BÖAG, wie mit diesem Grundstück verfahren wird. Meine Bitten um Stellungnahmen, um die Widersprüche aufzuklären, blieben bis Redaktionsschluss ohne Antwort. Ich werde sie weiterhin auf dem Laufenden halten. Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) sagte, er hoffe auf eine baldige Einigung.