Namen & Neues

Vom Warten auf einen Spielplatz

Veröffentlicht am 23.04.2019 von Sigrid Kneist

Das ist die Geschichte eines langjährigen Briefwechsels über die mögliche Reaktivierung eines Spielplatzes in Mariendorf. Sie hat noch kein Ende, ist es aber wert, erzählt zu werden. Im Juli 2014 schrieb Newsletter-Leser Lukas Ickerott zum ersten Mal an das Grünflächenamt des Bezirks. Kurz zuvor waren er und seine Frau in die Grüntenstraße gezogen; Nachwuchs war unterwegs. Er fragte nach, ob ein gesperrter Spielplatz in der Grünanlage um den Karpfenpfuhl unweit der Britzer Straße wieder saniert werden könne.

Die Antwort erhielt er gut zwei Monate später. Das Amt teilte ihm mit, dass der Spielplatz schon vor einigen Jahren wegen sich wiederholender Vandalismusschäden gesperrt worden sei. Ernüchternde Auskunft: Für eine notwendige Sanierung des Spielplatzes fehlen dem Bezirk die Mittel, woanders ist es dringender, Spielplätze zu bauen. Aber die Wohnungsgesellschaft in der Grüntenstraße plane die Erneuerung eines Spielplatzes in diesem Wohngebiet, hieß es zudem.

Es tat sich nichts. Ickerott fragte auch in den beiden folgenden Jahren nach, erhielt aber keine Antwort. Im März 2018 kontaktierte er das Amt erneut. Bereits wenig später kam eine Antwort; sie klang erfolgversprechend: „Diesmal kann ich Ihnen eine gute Nachricht übermitteln“, schrieb der Mitarbeiter. Es gebe Mittel für die Wiederherrichtung des Spielplatzes in den Britzer Wiesen: „In diesem Jahr sollen die Planung und im nächsten Jahr der Bau des Spielplatzes erfolgen.“ Eventuell könne auch der alte Spielplatz noch in jenem Jahr abgerissen werden. Das passierte aber nicht.

Im Januar dieses Jahres hakte Ickerott drei weitere Male nach. Im März gab es dann wieder eine Antwort. Vom Optimismus des vergangenen Jahres war nichts mehr zu lesen: „Ob in diesem Jahr noch mit dem Abriss des alten Platzes begonnen werden kann, wird sich erst im Laufe des Jahres herausstellen, wenn bei den anderen Bauvorhaben Mittel übrig bleiben. Auch fehlen uns bisher noch die Mittel aus dem Bereich der Stadtplanung, die an das Bauvorhaben in der Britzer Straße gebunden sind.“ Ickerott und seine Frau haben übrigens inzwischen zwei Söhne im Alter von einem und vier Jahren. Ob die wohl jemals dort werden spielen können?

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