Namen & Neues

Lange Leitung

Veröffentlicht am 04.06.2019 von Sigrid Kneist

Ärger um blaue Telefonzellen in Berlin. Im August vergangenen Jahres hatte CDU-Fraktionschef Matthias Steuckardtwie damals berichtet – zum ersten Mal in der BVV gefragt, was denn aus den blauen, verrottenden, unansehnlichen Telefonzellen wird, die Anfang der 2000er Jahre von einem privaten Telekommunikationsanbieter in Tempelhof-Schöneberg betrieben wurden. Daraus resultierte im September ein Beschluss der BVV, die Apparate entweder instandsetzen zu lassen oder aber – wahrscheinlicher – abzubauen. Jetzt hat Steuckardt noch einmal nachgefragt.

Aus der Antwort: Das Bezirksamt will die Geräte abbauen lassen, aber die Erlaubnis für eine Sondernutzung des öffentlichen Straßenlandes für Telefonzellen ist nach wie vor gültig. Dabei ist der Betreiber schon seit vielen Jahren insolvent. Ob es einen Rechtsnachfolger gibt, ist dem Bezirksamt nicht bekannt. Um die Sondernutzungserlaubnis zu beenden und die Anlagen rechtssicher abzubauen, ist ein sogenanntes gestrecktes Verwaltungsverfahren notwendig. Dieses wird jetzt vorbereitet, erst danach kann mit dem Abbau begonnen werden. Man hoffe, den Vorgang bis zum Ende des Jahres abschließen zu können, teilte Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Grüne) mit.


Blaue Schrottzellen auch woanders. Das Bild entstand am Rathaus Spandau in Berlin (hier der Original-Link aus dem Spandau-Newsletter). Auch dort verrotteten mehrere blaue Telefonzellen und beschäftigten ein Jahr lang die Bezirkspolitik, ehe das Amt endlich mit der Flex anrückte. Das Gestell sollte im Frühjahr 2017 vom Eigentümer entfernt werden. Grund: „erhebliche Zahlungsrückstände“. Klappte nicht, denn der neue („vermutliche“) Eigentümer war eine türkische Firma mit Sitz in Istanbul. Und die hatte offenbar noch schnell das Telefon abgebaut, die Gestelle aber zurückgelassen. Im Frühjahr 2019 wurden die Dinger entsorgt – mehr lesen Sie hier im Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. – Sigrid Kneist
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Diesen Text haben wir als Leseprobe dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für Tempelhof-Schöneberg entnommen. Den kompletten Newsletter, den wir Ihnen einmal pro Woche kompakt mailen, können Sie ganz unkompliziert und kostenlos bestellen unter leute.tagesspiegel.de.