Namen & Neues

Partizipation um das Bauprojekt am Mühlenberg

Veröffentlicht am 23.07.2019 von Sigrid Kneist

Zu keinem Bauvorhaben im Bezirk gibt es so viele Anfragen von Anwohnern wie zu dem Projekt, der Verdichtung am Mühlenberg. Das ist ein Areal in Nachbarschaft zum Rathaus Schöneberg. Eine Bürgerinitiative ist dort sehr aktiv und hat im vergangenen Jahr Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) eine Unterschriftenliste mit mehr als 300 Unterzeichnern überreicht. Die Gewobag plant am Mühlenberg unter anderem zwei zwölfstöckige Hochhäuser. 120 bis 150 neue Wohnungen sollen dort entstehen.

Derzeit werde in enger Abstimmung mit dem Bezirk „ein Partizipationskonzept erarbeitet, wie die Anwohnerinnen und Anwohner auch künftig im Projekt eingebunden werden sollen“, heißt es jetzt in einer Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des Linken-Abgeordneten Harald Gindra, der sich nach dem Planungsstand des Projekts und der Bürgerbeteiligung erkundigt hat. Er wollte auch wissen, welche Abstände zur bereits vorhandenen Bebauung notwendig seien und wie es sich mit einer möglichen Verschattung durch die neuen Gebäude verhalte. Im Planungsprozess werde berücksichtigt, dass „auf gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse“ geachtet werden müsse, antwortete Staatssekretär Sebastian Scheel (Linke).

Zu den Bedenken der Anwohner zählt auch, dass angesichts dieses neuen Wohnquartiers und des nicht weit entfernten Großprojekts Friedenauer Höhe mit rund 1600 neuen Wohnungen, die Grün- und Erholungsflächen in der Umgebung nicht ausreichen werden. Diese Sorgen teilt der Senat nicht: „Aufgrund der aktuell niedrigen Bebauungsdichte und dem hohen Anteil an ausgewiesenen Grünflächen wird die Entwicklung der Grünflächenversorgung trotz der aufgeführten Neubauquartiere als gut eingeschätzt, im Vergleich zu anderen Innenstadtquartieren.“ Hier finden Sie die komplette Antwort des Senats als PDF.