Namen & Neues

Erweiterung oder Neubau: Pläne für das St.-Joseph-Krankenhaus

Veröffentlicht am 30.07.2019 von Sigrid Kneist

Erweiterung oder Neubau: Pläne für das St.-Joseph-Krankenhaus. Für das Klinikum in Berlin-Tempelhof gibt es neue Pläne. Das zum katholischen Elisabeth-Vinzenz-Verbund gehörende Krankenhaus in der Wüsthoffstraße soll perspektivisch mit dem Franziskus-Krankenhaus in der Budapester Straße (Tiergarten) zusammengelegt werden. Vorgesehen ist laut Sprecherin Corinna Riemer, dass es einen Standort in Tempelhof geben wird. Das wesentlich kleinere Franziskus-Krankenhaus gilt als stark sanierungsbedürftig. Dort ist auch nicht genügend Platz.

Oder wird am Bahnhof Südkreuz neu gebaut? Noch ist nicht klar, ob der bisherige Standort an der Wüsthoffstraße erweitert werden kann oder ob am Bahnhof Südkreuz neu gebaut wird – der befindet sich ganz in der Nähe: Hier eine Satellitenaufnahme. Eine Erweiterung würde bei laufendem Betrieb geschehen. Außerdem ist auch dort der Platz arg begrenzt. Schon heute gebe es Probleme mit den Parkplätzen für Besucher. Derzeit hat das Krankenhaus 500 Betten, 100 weitere sollen dann hinzukommen.

Wo der Neubau entstehen könnte. Für einen Neubau kommt nach Riemers Angaben ein Grundstück am Werner-Voß-Damm am Südkreuz in Frage. Dieses gehört den Berliner Wasserbetrieben und wird unter anderem für deren Fuhrpark genutzt – hier ein Foto. Aber bisher gebe es noch keine eindeutige Positionierung. Man sei auch auf die politische Entscheidung im Bezirk angewiesen. Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) sagte, man bringe einem Neubauprojekt großes Wohlwollen entgegen. Aber ein socher Bau sei städtebaulich nicht einfach und sei auch für einen langen Zeitraum prägend. Es müsse jetzt eine Machbarkeitsstudie für das Areal geben. Sicher sei, dass dort aufgrund der Bettenkapazität ein höheres Gebäude gebaut werden müsse. Er sei aber davon überzeugt, dass dies angesichts der urbanen Entwicklung am Südkreuz dort passt. Allerdings müsse gewährleistet sein, dass die Kleingärten der Kolonie Hansakorso (Foto) erhalten bleiben können; diese haben laut Oltmann einen Bestandsschutz bis 2030.

Das St-Joseph-Krankenhaus ist vor allem wegen seiner Geburtshilfestation bekannt. Im vergangenen Jahr kamen dort über 4200 Babys zur Welt, mehr als in jeder anderen Klinik Deutschlands. – Text: Sigrid Kneist
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Diesen Text haben wir als Leseprobe dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für den Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg entnommen. Den – kompletten – Bezirksnewsletter, den wir Ihnen einmal pro Woche kompakt zuschicken, gibt es ganz unkompliziert und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de

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