Namen & Neues

Verkehrsberuhigung in der Gartenstadt Tempelhof

Veröffentlicht am 14.01.2020 von Sigrid Kneist

Vergangene Woche fand die Einwohnerversammlung statt, wie man den Durchgangsverkehr aus der Gartenstadt verbannen kann. Das Thema trifft einen Nerv. Der BVV-Saal im Rathaus Schöneberg am Donnerstag war voll, selbst auf dem Boden saßen interessierte Bürger. Die für Verkehr zuständige Stadträtin Christiane Heiß (Grüne) bekräftigte, dass sie nichts von ungeprüften Maßnahmen, wie das „ad hoc-Setzen von Pollern in der Manfred-von-Richthofen-Straße“ hält. Dies habe Auswirkungen auf die umliegenden Straßen, aber auch für Polizei und Feuerwehr. Und längst nicht alle Anwohner im Kiez sind für eine Verkehrsberuhigung durch Poller. Das Thema Schleichverkehr nehme sie ernst, sagt Heiß. Jetzt solle erst ein Verkehrsgutachten analysieren, welchen Umfang die Belastung habe und wie der Verkehr am sinnvollsten aus der Siedlung herausgehalten werden könne.

Umfassende Verkehrsplanungen. Es gebe Untersuchungen zur Parkraumbewirtschaftung, der Platz der Luftbrücke werde umfassend neu gestaltet, sagt Heiß. Im Umfeld entstünden neue Quartiere, das Radwegenetz soll ausgebaut werden. „Sollte sich während der Erstellung des Gutachtens ergeben, dass vorgezogene Maßnahmen möglich sind, werden wir diese umsetzen“, teilt Heiß mit. Bereits jetzt soll in einem ersten Schritt der Rechtsabbiegepfeil am nördlichen Ende der Manfred-von-Richthofen Straße abgeschafft werden. Laut Heiß gab es bei der Versammlung durchaus eine breite Zustimmung zur Linie des Bezirksamts. „Unser Ziel ist es, vor der Eröffnung der Großbaustelle der Berliner Wasserbetriebe am Tempelhofer Damm zwischen Autobahn und Platz-der-Luftbrücke, die in dem Gutachten entwickelten Maßnahmen umzusetzen“, sagt Heiß. Ab 2022 soll am Tempelhofer Damm gebaut werden.

Weiter für Poller. An dieser Aussage wird Heiß sich messen lassen müssen. Darauf weist auch der Initiator der Versammlung, Ulli Kulke, hin, der weiterhin der Meinung ist, dass man Maßnahmen auch schneller umsetzen könnte. An dem einen Punkt hält er aber auf jeden Fall fest: „Entscheidend ist, dass der Durchgangsverkehr wirksam durch Poller herausgefiltert wird, die natürlich von den Sicherheitskräften wie Polizei und Feuerwehr zu öffnen sein müssen.“

– Text: Sigrid Kneist

Foto: Kai-Uwe Heinrich.

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