Namen & Neues

Coronatagebuch der Johanna-Eck-Schule: Jetzt wird renoviert

Veröffentlicht am 07.07.2020 von Sigrid Kneist

Seit Beginn der Corona-Pandemie dürfen wir Einblick nehmen in den Alltag der Tempelhofer Schule und erfahren allerhand Interessantes darüber, wie eine Schule so tickt. Verwaltungsleiter Axel Jürs ist auch während der Ferien am Ort und lässt uns daran teilhaben, was derzeit dort passiert.

Handwerker*innen im Haus. Sechseinhalb Ferienwochen mit offizieller Teil-Schulnutzung wegen des Sommerschulprogramms des Senats sind sechs Wochen Gelegenheit,  einiges im Schulgebäude auf Vordermann zu bringen, was nicht bis zur Sanierung warten kann, aber den Unterrichtsbetrieb stören würde – ergänzend zu den Dingen, die dank des Bezirks Tempelhof-Schöneberg  (als baulicher Schulträger) schon in Arbeit sind. Für einige der notwendigen Arbeiten tritt der Bezirk im Rahmen seiner Zuständigkeit finanziell ein, für anderes mobilisiert die Schule die Mittel, die ihr vom Land Berlin im Verfügungsfonds bereitgestellt werden und von denen immer ein Mindestanteil für kleine bauliche Unterhaltungen zu verwenden ist. 

Nach dem Schuljahresende ist vor dem Schuljahresbeginn. Alle Klassenräume wurden am Schuljahresende leergeräumt, um sie reinigen oder eben auch renovieren zu können. Die Klassenräume des neuen siebten Jahrgangs werden die ersten sein, die nach einer solchen Renovierung ganz deutlich machen: Ihr seid uns etwas wert. Bildung und Schule sind etwas Wichtiges in eurem Leben,und dafür will eure Schule, gemeinsam mit euch und euren Eltern gute Voraussetzungen und Rahmenbedingungen schaffen.  Nach den finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten werden die anderen Klassenräume sukzessive nachziehen. Und – auch wichtig für die Wahrnehmung der Kids: Sie  sitzen nicht vier Jahre im selben Klassenraum, sondern sie wachsen – nicht nur körperlich, sondern auch „durch das Schulgebäude“, um am Ende ihrer Zeit an der Johanna-Eck-Schule im Flur des jeweiligen Abschlussjahrgangs ankommen.   

Analog und digital schmökern. Schließlich werden Räume, die ohnedies zu renovieren waren, schick gemacht für den ersten Standort der künftigen Schüler*innen-Bibliothek. Bücherregale als vertrauter Bestandteil der häuslichen Einrichtung gehören heute nicht mehr selbstverständlich zur familiären Wohnrealität, geschweige denn das  „Schmökern“ als familiäre Freizeitbeschäftigung; die Gewohnheit, Zeit an digitalen Endgeräten zu verbringen dagegen schon.

Die „Johanna“ stellt sich der Realität: Sie stellt ihren Schüler*innen künftig – auch in der Bibliothek – neben den klassischen Printmedien (Bücher, Zeitschriften, Zeitungen) eReader bereit und belädt sie mit Lektüren, die dann auch nicht mehr  vollgeschrieben oder zerfleddert zurückkommen. Die Schule macht also Ferien, aber keinen Urlaub, sondern bereitet sich vor fürs neue Schuljahr und die Zukunft ihrer Schüler*innen.

Die 16 vorangegangenen Folgen aus dem Online-Tagebuch können Sie hier nachlesen: „Wie zum Kuckuck sind die ins Gebäude reingekommen?“„Bleib sauber, Johanna!“, „So ergeht’s dem Schulleiter“„Schon wieder quadratische Funktionen“„Danke heißt auf Polnisch Dziękuję“„Vorbereitungen für die Rückkehr“„Es geht wieder los“ „Masken to go“„Alle wieder da“, „Der ungeliebte Brückentag“„Warum nicht auch am Samstag?“„Alle begannen, in fremden Sprachen zu reden“„Endlich mal wieder Spanisch und Französisch“, Klassenfotomontage und Rechnen mit der Pandemie„Zeugnisvergabe in Etappen“ und „Sommercamp statt Sommerschule“.

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+++ Die Themen der Woche:

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  • Imagewerbung: Marketingkonzept für Wirtschaftsstandort Tempelhof-Schöneberg gesucht
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  • Platz für Kinder: Temporäre Spielstraße in Friedenau
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