Namen & Neues

Online-Tagebuch der Johanna-Eck-Schule: Letzte Vorbereitungen für den Schulstart

Veröffentlicht am 04.08.2020 von Sigrid Kneist

Nur noch wenige Tage sind es bis zum Beginn des neuen Schuljahres, das coronabedingt unter anderen Voraussetzungen startet wie sonst. Mit Hilfe des Verwaltungsleiteres Axel Jürs können wir wieder Einblick in der Online-Tagebuch der Tempelhofer Schule nehmen und erfahren, was sich dort auf den letzten Metern tut.

Schlussspurt. Die Handwerker, deren Gewerke voneinander abhängen, haben ihre Räume fast fertigrenoviert. Am wichtigsten ist dabei, dass die Räume für die neuen siebten Klassen fertig werden, Schulleitung und Verwaltung stehen dahinter zurück. Jetzt treffen auch Lieferungen – nicht nur von zu ersetzenden Ausstattungsgegenständen, sondern vor allem von Lehrbüchern – in großer Zahl ein. 

Bücher ante portas. Neue Lehrbücher und noch nicht registrierte Altbestände sind datentechnisch zu erfassen, damit sie mit dem neuen Ausleihsystem den einzelnen Schüler*innen zugeordnet und ausgegeben werden können. Das betrifft nicht nur Lehrmittel von den Bücherkauflisten der Klassen, sondern darüber hinaus Materiealien wie Lexika, Rechtschreib-Duden, Atlanten, Lektüren, die gar nicht auf den Buchkauflisten für Eltern auftauchen, sondern den Schüler*innen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden mit Neuordnungen von Schulfächern, größeren Veränderungen in Rahmenlehrplänen und auch einfach durch Aktualisierung von Lehrbuchinhalten die „Restlaufzeiten“ von Buchbeständen ständig kürzer.     

Corona reloaded. Die letzten Vorbereitungen des neuen Schuljahrs müssen so strukturiert und eingetaktet werden, dass die Ergebnisse zu den veränderten berlinweiten  Corona-Schulregeln passen. Die Regeln bekamen die Schulen als Vorgabe erst sieben Arbeitstage vor dem ersten Schultag des neuen Schuljahres, bzw. vier Arbeitstage vor Beginn der Vorbereitungs-/Präsenztage. Das bedeutet, dass der neue ‚Hygieneplan II‘ (Vollbetrieb mit allen Schüler*innen) noch den baulichen Gegebenheiten und personellen Ressourcen anzupassen ist: so, dass die veränderten Regeln sowohl umsetzbar als auch durchsetzbar sind. Schulspezifische Corona-Regeln sind ja kein Selbstzweck, sondern so zu fassen, dass sie den Gesundheitsschutz wirksam gewährleisten und dabei klar und eindeutig sind. Man kann ehrlicherweise nicht von Schüler*innen erwarten, dass sie Regeln beachten, die nicht klar sind. Man kann sie aber sehr wohl in der Einhaltung unterstützen, wenn die Regeln eindeutig sind. 

Das Prinzip. Für unsere Schule heißt das vor allem zweierlei: Wir behalten, was sich in den zurückliegenden Monaten bewährt hat und auch bei Anwesenheit aller Schüler*innen funktionieren kann; modifiziert oder neu eingeführt wird, was bisher nicht erforderlich war oder nicht so einfach auf die höhere Zahl der Anwesenden zu anzuwenden ist. So wird es nach Jahrgängen getrennte Flure und dazu passende Regelungen für das Betreten und Verlassen des Geländes und die Schulhofnutzung geben.

Die Maskenpflicht wird bei uns überall und jederzeit in Gebäuden und auf dem Gelände gelten – mit der klar verständlichen Ausnahme, dass im Unterricht die Lehrkraft zum Unterrichtsbeginn Schüler*innen das Abnehmen der Masken erlaubt, bzw. Büros und Funktionsräume den allgemeinen bundesweiten Corona-Hygieneregeln unterliegen. Was so eindeutig ist, dürfte funktionieren. Unsere Hofpausen sollen schließlich keine Superspreading-Events werden. Deshalb bitten wir die Familien auch, auf Anfrage einige wenige gegebenenfalls corona-relevante Urlaubsinfos zur Verfügung zu stellen – auf freiwilliger Basis natürlich. Wir wollen bei einem Infektionsgeschehen möglichst gut vorbereitet sein und wissen, wer wann wie lange in Risikogebieten war und von wem wir eigentlich ein negatives Testergebnis erbitten oder ein „quarantänefestes“ Rückreisedatum kennen sollten.

Die 20 vorangegangenen Folgen aus dem Online-Tagebuch können Sie hier nachlesen: „Wie zum Kuckuck sind die ins Gebäude reingekommen?“„Bleib sauber, Johanna!“, „So ergeht’s dem Schulleiter“„Schon wieder quadratische Funktionen“„Danke heißt auf Polnisch Dziękuję“„Vorbereitungen für die Rückkehr“„Es geht wieder los“ „Masken to go“„Alle wieder da“, „Der ungeliebte Brückentag“„Warum nicht auch am Samstag?“„Alle begannen, in fremden Sprachen zu reden“„Endlich mal wieder Spanisch und Französisch“, „Klassenfotomontage und Rechnen mit der Pandemie“„Zeugnisvergabe in Etappen“„Sommercamp statt Sommerschule“„Jetzt wird renoviert“ , „Nach allen Regeln“„Gute Planung muss sein“ und „Noch sind die Handwerker im Haus“.