Namen & Neues

Am Bayerischen Platz soll der Fahrstuhl nun kommen

Veröffentlicht am 11.08.2020 von Valerie Barsig

Am Bayerischen Platz soll der Fahrstuhl nun kommen. Eigentlich sollte es im April oder Mai losgehen, stattdessen nun im Juli: Der Fahrstuhl am U-Bahnhof Bayerischen Platz soll nun aber wirklich gebaut werden (geplant und angekündigt wird er seit Jahren). Kostenpunkt laut BVG: 5,9 Millionen Euro, inkl. Erneuerung der Bahnsteigplatten.

Von der Mittelinsel abwärts. Bislang kündigen sich die Bauarbeiten durch pinke Kreidezeichungen an, die eine Vorstellung davon geben sollen, wie der Aufzug von der Mittelinsel der Grunewaldstraße vor dem Café Haberland in die Tiefe Richtung U4 und U7 verschwinden soll. Geplant ist, dass ihn Fahrgäste Ende 2021 nutzen können. Das wäre tatsächlich fixer als zuletzt von der BVG angekündigt: Im April hatte Sprecherin Petra Nelken noch gesagt, man müsse mit zwei Jahren Bauzeit rechnen – das wäre auch die realistische Durchschnittszeit für einen Aufzugbau in Berlin. Denn das ist bekanntlich so eine Sache, wie Jörn Hasselmann aufgeschrieben hat. Aber auch in Berlin soll es ja noch Zeichen und Wunder der Baukunst geben…

Es gibt Einschränkungen. Auto- und Radfahrer müssen sich darauf einstellen, dass zwischenzeitlich die linke Spur der Grunewaldstraße eingeschränkt wird, Bahnfahrer darauf, dass der Übergang zwischen U4 und U7 sowie der Zugang vom Eingangsgebäude zur U4 unterbrochen wird. Und wo wir gerade über die Grunewaldstraße reden: Von der gibt es auch einige Neuigkeiten – dazu mehr weiter unten in der Newsletter-Rubrik „Kiezkamera“.

Blick auf ein Dauerärgernis. Der Fahrstuhl am S-Bahnhof Innsbrucker Platz ist mal wieder kaputt, wie uns Leser Uli Riedel meldet. Die S-Bahn gelobt Besserung und hat nach der Meldung des Schadens am 28. Juli ein neues Steuergerät bestellt. Dummerweise muss man auf das Material zur Reparatur warten, meldet die Bahn. Nachdem es eigentlich am Freitag geliefert werden sollte, gab es eine Verzögerung, nun soll es laut einem Sprecher am Donnerstag so weit sein. Dann könnte der Aufzug am Freitag wieder fahren. Wir kommen nächste Woche drauf zurück.

Übrigens. Wer jetzt partout nicht die Treppen hochkommt und auf den Aufzug angewiesen ist, dem empfiehlt die Bahn: „Am S-Bahnhof Innsbrucker Platz ist eine Umfahrung mit Bus und U-Bahn möglich.“ Aha.

Tür zu am Südkreuz. Wer am Bahnhof Südkreuz durch den nördlichen Eingang möchte, steht vor einer verschlossenen Tür. Es wäre wesentlich praktischer, könnte man den Eingang dort betreten, meint mein Kollege Felix Hackenbruch, denn Reisende müssen zum nächsten Eingang einen Umweg über die vielbefahrene Wilhelm-Kabus-Straße nehmen. Dort gibt es keinen Radweg, was wiederum zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radlern führt. Ganz nebenbei ist es laut, nach der Brücke geht es an einer vermüllten Brache vorbei, die dann vor allem eine olfaktorische Herausforderung bildet, bevor man endlich den Bahnhof betreten kann.

Verkehrssicherheit. Die Tür wurde vor ein paar Jahren wegen Bauarbeiten geschlossen. Die sind allerdings beendet. Was also ist das Problem? Laut Bahn ist derzeit „ein Prozess für eine Entscheidung“ im Gange. Denn: Die (verschlossene) Tür sei „derzeit“ weder Bestandteil der öffentlichen Wegeführung, auch kein Bestandteil des Wegeleitkonzepts und diene ausschließlich dienstlichen Zwecken. Der Wunsch nach der Öffnung sei dem Bahnhofsmanagement bekannt, derzeit werde geprüft, welche Maßnahmen erforderlich wären. Darunter seien auch: „Themen der Verkehrssicherung“. Fazit: Weniger überlegen, einfach öffnen.