Namen & Neues

Online-Tagebuch der Johanna-Eck-Schule

Veröffentlicht am 29.09.2020 von Sophie Rosenfeld

Diesmal beschäftigen sich die Schüler*innen mit dem Vorgarten des Hauptgebäudes, Sonnabend-Aktivitäten und dem Lernen zu „unüblichen“ Zeiten. Nach den Herbstferien beginnt die neu konzipierte Begabungs- und Lernförderung, um der Lernmotivation den extra Schub zu verleihen.

Wochenend‘ und  – selbstgemachter  – Sonnenschein:  Wenn die Sonne nicht von selbst scheint, muss man sich den Sonnenschein einladen, am zurückliegenden Sonnabend zum Beispiel in Gestalt von motivierten und tatkräftigen Schüler*innen: und zwar jenen, die sich je nach Themen-Präferenz oder Veranstaltungs-Format, nicht für eine der neuen wöchentlichen AGs, sondern für die kompaktere Workshop-Version an den „Nachschreib-Sonnabenden“ entschieden haben. Für Die AG, die sich mit der Gestaltung von Schulgelände und –gebäude befasst, war das zeitlich kompakte Workshop-Format mit 4 Stunden am Stück an vier Samstagen des Schulhalbjahres zum Beispiel einfach praktisch sinnvoller: Es braucht ja auch etwas Zeit, bis die notwendigen Gartengeräte bereitgestellt und anschließend wieder weggeräumt sind. „Für weniger als zwei Stunden Arbeit lohnt das ja sonst kaum“ findet einer der motivierten Mitmacher, der sich für diesen Workshop wohl auch entschieden hat, weil er was „machen“ und immer am liebsten sofort Resultate sehen will.  Das funktioniert, denn „der kleine Dschungel“, wie eine seiner Mitstreiter*innen das nennt, wird gründlich gelichtet. Aus dem, was andere mutig „Vorgarten“ des Hauptgebäudes der Johanna-Eck-Schule nennen, was aber Dank der Garten-AG erst wieder einer werden soll, schallt fröhlicher und tatkräftiger Lärm, ergänzt durch „Sunshine-Music“. Und Schulnachbarn aus umliegenden Mehrfamilienhäusern rufen mit einer Mischung aus Anerkennung und Überraschung an, das unsere Schüler*innen sogar sonnabends aktiv sind.

Andere Sonnabend-Aktive sind auch da: Außerdem sind – nach außen weniger sichtbar, aber nicht minder aktiv –  diejenigen präsent, die den Podcast-Workshop, die Theater AG (im Sonnabendformat) oder den Demokratiebildungs-Workshop „Ziele formulieren und durchsetzen“ gewählt haben; und finden es cool, dass der Schulleiter, Engin Çatik auch vor Ort ist und ihr Engagement  für das Schulambiente und/oder die Schulgemeinschaft sieht; dass er außerdem auch den ersten „Nachschreibe-Samstag“ der Johanna-Eck-Schule. Schülerin S. findet die neue Regelung praktisch und kommt frisch ausgeruht und gut vorbereitet., Schüler M. findet es eher uncool, dass jetzt in der Familie stärker auffällt, wenn er eine Klassenarbeit verpasst hat und lässt mal diskret offen, ob er heute zu Hause erzählt hat, dass und warum er in die Schule geht. Auf jeden Fall hat der 10. Klässler sich die Empfehlung seines Mathelehrers – „Erscheinen oder weinen!“ – zu  Herzen genommen.

Apropos Lernen zu „unüblichen“ Zeiten: In schnellen Schritten und mit den Herbstferien nähern sich auch das FerienLernen und das HerbstCamp der Johanna-Eck-Schule, das erneut – wie schon im Sommer – mit dem engagierten Kooperationspartner ‚Netzwerk Großbeerenstraße realisiert werden kann, wobei das FerienLernen in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathe in den Lernbüros/Räumen des Netzwerks stattfindet, das HerbstCamp in der bewährten Jugendbildungsstätte an einem schönen Brandenburger See – Übernachtung und Verpflegung inklusive und für die Familien kostenfrei, dank Drittmitteln, die das Netzwerk Großbeerenstraße akquirieren konnte. Der Kooperationspartner ist ein echter Glücksfall für die Johanna-Eck-Schule, nicht nur mit den interessanten Angeboten, sondern allemal mit dem besonderen Engagement, diese für unsere Schüler*innen wenn möglich so zu realisieren, dass für ihre Familien keine Kosten anfallen.

Ergänzende Begabungs- und Lern-Förderung ante portas: nach den Herbstferien beginnt dann an der Johanna-Eck-Schule auch die schulnahe, neu konzipierte Begabungs- und Lernförderung: Anders als bei klassischer „Nachhilfe“ bekommen die Schüler*innen, hier durch den schulnahen Bildungsverein JES e.V. (Johanna Education Support)  nicht nur Unterstützung, individuelle Lerndefizite in Kernfächern aufzuarbeiten, sondern auch in dem Bemühen, für gute Abschlusszeugnisse in diesen oder anderen Fächern von einer schon akzeptablen auf eine deutlich bessere Note zu kommen. Damit das gelingt, wird die jeweilige Gruppe bei entsprechender Nachfrage schon ab zwei Schüler*innen eingerichtet, aber in keinem Fall mehr als vier Kids umfassen. Und Schulnähe bedeutet hier auch, dass Lehrkräfte nicht nur Empfehlungen geben, sondern auch Feedback von den jungen Dozent*innen erhalten, was die Schüler*in S. die letzten drei Wochen geübt hat und was Schüler T. neuerdings „drauf hat“ – damit das im Unterricht auch zum Zuge kommen und vor allem der Lernmotivation richtig  Schub gibt. Kästners Diktum passt auch hier: „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!“

Die 27 vorangegangenen Folgen aus dem Online-Tagebuch können Sie hier nachlesen: „“Nachhaltigkeit“ und andere Horizont-Kurse“, „Demokratie lernen, Europa leben“, „Wie zum Kuckuck sind die ins Gebäude reingekommen?“„Bleib sauber, Johanna!“, „So ergeht’s dem Schulleiter“„Schon wieder quadratische Funktionen“„Danke heißt auf Polnisch Dziękuję“„Vorbereitungen für die Rückkehr“„Es geht wieder los“ „Masken to go“„Alle wieder da“, „Der ungeliebte Brückentag“„Warum nicht auch am Samstag?“„Alle begannen, in fremden Sprachen zu reden“„Endlich mal wieder Spanisch und Französisch“, „Klassenfotomontage und Rechnen mit der Pandemie“„Zeugnisvergabe in Etappen“„Sommercamp statt Sommerschule“„Jetzt wird renoviert“ , „Nach allen Regeln“„Gute Planung muss sein“, „Noch sind die Handwerker im Haus“„Letzte Vorbereitung vor dem Schulstart“, „So war der erste Tag“„Die ersten Corona-Fälle“„Elternbegrüßung auf dem Schulhof“„Gedenktage, Gewalt und Demokratie“ und Gute Gastgeber.