Namen & Neues

Wenckebach-Krankenhaus: Erste Abteilung zieht um

Veröffentlicht am 03.11.2020 von Sigrid Kneist

So schnell kann es gehen. Erst vor wenigen Wochen wurden die Pläne für eine sukzessive Schließung des Wenckebach-Krankenhauses bekannt. Jetzt wird schon eine erste internistische Station mit derzeit 26 Betten von der Tempelhofer Klinik ans Schöneberger Auguste-Viktoria-Krankenhaus verlagert. Auch das Mitarbeiterteam der Station wechselt mit nach Schöneberg. „Wir haben entschieden, aufgrund der Pandemiesituation kurzfristig Ressourcen am Auguste-Viktoria-Klinikum zusammenzuziehen. Damit verbessern sich dort die Voraussetzungen für die intensivmedizinische Betreuung von Covid-Erkrankten. Wir bereiten uns damit auf einen weiteren Anstieg der Fallzahlen in den kommenden Tagen und Wochen vor“, sagte Detlev Corsepius, Geschäftsführender Direktor der beiden Krankenhäuser Die Verlagerung dieser Einheit sei ohnehin für dieses Jahr vorgesehen gewesen. „Wir haben uns in der Pandemiesituation mit dem Team abgestimmt, diese Maßnahme zu beschleunigen“, teilte Corsepius mit.Die Stationseinheit soll bereits am morgigen Mittwoch am Schöneberger Standort in Betrieb genommen werden. Die Station sei neu saniert und verfüge über zahlreiche Schleusenmöglichkeiten vor den Zimmern. vivantes.de

Geschäftsführung im Gesundheitsausschuss. Erst in der vergangenen Woche hatte Geschäftsführer Johannes Danckert den Bezirksverordneten die Pläne für die Schließung des traditionsreichen Krankenhauses und den Ausbau des Auguste-Viktoria-Klinikums vorgestellt. Die Aufgabe des Tempelhofer Standorts ist bei den Bezirkspolitikern nicht unumstritten. Vor allem für Menschen aus dem Süden des Bezirks werden längere Wege befürchtet. Auch unter den Anwohnern gibt es Protest; es gibt bereits eine Online-Petition für die Erhaltung des Krankenhauses.