Namen & Neues

Aus dem Online-Tagebuch der Johanna-Eck-Schule: Lesefest mit Abstand

Veröffentlicht am 08.12.2020 von Sigrid Kneist

In dieser Woche steht der Tempelhofer Sekundarschule dieses besondere Ereignis mit Gästen ins Haus. Über das Online-Tagebuch lässt uns Verwaltungsleiter Axel Jürs wissen, wie sich die Schule darauf vorbereitet.

Schulbotschafter*innen für den Empfang. Es laufen die letzten Vorbereitungen für unser schulweites – Corona-konformes – Lesefest am Freitag dieser Woche. Das Datum ist nicht zufällig gewählt. Am 11. Dezember 1973 wurde Johanna Eck von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als Gerechte unter den Völkern anerkannt. Sie hatte im Nationalsozialismus vier Menschen vor Verfolgung und Deportation unter hohem persönlichen Risiko versteckt und geschützt. Dass Schulsenatorin Sandra Scheeres und unsere „Hausautorin“, die Schriftstellerin Karen-Susan Fessel, die Schirmpersonenschaft für das „Lesefest Zwanzig-Zwanzig“ übernommen haben, freut uns besonders. Sie werden vor kleinen Gruppen mit ausreichend Abstand vorlesen.

Es macht unsere Schüler*innen ein bisschen stolz: am meisten vielleicht die Johanna-Botschafter*innen, die die offiziellen Gäste begrüßen. Schülerin E. hat einen Einwand. Die Schriftstellerin ist der Schule nämlich noch auf andere Weise verbunden, nämlich als Namenspatronin der im Aufbau befindlichen Bibliothek: „Frau Fessel ist doch kein Gast, sie gehört doch eigentlich schon zur Schulfamilie.“ Ihr Hund übrigens, den sie mitbringt, ebenfalls.

Senatorin im Gespräch. Dass die Senatorin den Anlass auch als Arbeitstermin nutzt, wird an dem inoffiziellen Besuchsprogramm deutlich: Etwas mehr als ein Jahr nach dem Umbruch und „Reset“, den sie der Schule in turbulenten Zeiten ermöglichte, möchte sie sich davon überzeugen, dass die Schule diese Chance genutzt hat. Darüber wird sie mit der Schulleitung, einigen Eltern und Schüler*innen sprechen. Die AHA-Grundregeln einzuhalten, wird niemandem schwer fallen, da sie in unserer Schulgemeinschaft schon lange gelten. Wir haben die Maskenpflicht außerhalb wie innerhalb des Unterrichts im Rahmen von Selbstverpflichtungen schon Wochen vor deren verbindlicher Einführung eingeübt. Und die verblassenden Einbahnstraßen-Markierungen müssen nicht mal mehr erneuert werden, weil (fast) alle sie verinnerlicht haben.

Digital und auf Papier. Das Lesefest ist auch Bühne für eine kleine Hybrid-Premiere: Während eine Gruppe der Lesung „live“ folgen kann, wird eine andere Gruppe im Computer-Raum per Livestream dabei sein können, ohne, dass die an unserer Schule – soweit räumlich möglich – konsequente Jahrgangstrennung aufgehoben werden muss. Die beiden Schimpersonen lesen die von ihnen ausgesuchten Texte sowohl aus „echten Büchern“ als auch aus Ebooks!

Verschiede Lesarten. Nicht nur bei den Titeln, aus denen gelesen wird, auch bei den Leseformaten ist die Vielfalt lebendig: In der einen Gruppe stellt vielleicht eine Lehrkraft ein Buch vor, das sie in der Jugendzeit beeindruckt hat. In einer anderen Gruppe liest vielleicht eine Schüler*in aus einer Geschichte vor. Und in einer wieder anderen Gruppe dreht sich ein Lesekarussell, bei dem alle jeweils ein kleines Stück des Auszugs aus einer Geschichte oder einem spannenden Sachbuch liest.

Die 37 vorangegangenen Folgen aus dem Online-Tagebuch können Sie hier nachlesen:  „Wie zum Kuckuck sind die ins Gebäude reingekommen?“„Bleib sauber, Johanna!“„So ergeht’s dem Schulleiter“„Schon wieder quadratische Funktionen“„Danke heißt auf Polnisch Dziękuję“„Vorbereitungen für die Rückkehr“„Es geht wieder los“ „Masken to go“„Alle wieder da“„Der ungeliebte Brückentag“„Warum nicht auch am Samstag?“„Alle begannen, in fremden Sprachen zu reden“„Endlich mal wieder Spanisch und Französisch“, „Klassenfotomontage und Rechnen mit der Pandemie“„Zeugnisvergabe in Etappen“„Sommercamp statt Sommerschule“„Jetzt wird renoviert“ , „Nach allen Regeln“„Gute Planung muss sein“, „Noch sind die Handwerker im Haus“„Letzte Vorbereitung vor dem Schulstart“„So war der erste Tag“„Die ersten Corona-Fälle“„Elternbegrüßung auf dem Schulhof“„Gedenktage, Gewalt und Demokratie“Gute Gastgeber, „Wochenend‘ und selbstgemachter Sonnenschein“„‘Nachhaltigkeit‘ und andere Horizont-Kurse“, „Demokratie lernen, Europa leben“„Erwischt in allen Variationen“Berlin statt BrandenburgPartnerschaften, Digitales, KunstUnterricht mit MaskeGedenken an Samuel PatyZwiebeln in OrangeVon Bielefeld bis Frankreich„Warum nicht auf Rot?“ und „Testweise Hybridlernen“.