Namen & Neues

Online-Tagebuch der Johanna-Eck-Schule:

Veröffentlicht am 23.02.2021 von Sigrid Kneist

Auch in der Pandemie setzt der Schulkalender feste Termine. Jetzt werden für die derzeitigen Sechstklässler die Weichen gestellt, welche Schule sie nach den Sommerferien besuchen sollen. Verwaltungsleiter Axel Jürs lässt uns diese Woche wissen, welche Herausforderungen dies für die Tempelhofer Sekundarschule bringt.

Schlussspurt: Mit dem berlinweit letzten Tag des Anmeldeverfahrens für die künftigen 7. Klassen an diesem Mittwoch kommt auch für den Schulleiter Engin Çatık Land in Sicht, sowohl was die vorläufige Anmeldebilanz betrifft als auch seinen Terminkalender. Der war jeden Tag pickepackevoll mit Beratungsterminen für Familien, die die Schule als Erstwunsch für ihr Kind angegeben haben. Die Beratungsgespräche dienen nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen, sondern helfen nach den Platzzusagen durch das Schulamt auch dabei, die Klassen des neuen Jahrgangs ausgewogen zusammenzusetzen. Mit persönlichen Eindrücken ist das qualitativ sicherer zu entscheiden als nur nach statistischen Merkmalen wie Förderprognose (Notendurchschnitt) oder Geschlecht des Kindes. Im letzten Jahr hatte der neue Schulleiter diese „Kennenlern“-Strategie eingeführt, und sie hat sich bewährt.

Die Struktur der Nachfrage. Schon bei den Anrufen für die Terminvereinbarung zeichnete sich ab, dass die Johanna-Eck-Schule die Wende geschafft hat: Seit der Krise und dem daraus resultierenden Umbruch im Sommer 2019 verdoppelte sich inzwischen die Zahl der Familien, die unsere Schule als Erstwunsch angeben. Die Wende zum Besseren hat sich offenbar herumgesprochen. Das ist auch ablesbar an der Anmeldung von Geschwisterkindern: Sie werden fast alle bei uns angemeldet, auch wenn ihre Leistungen die Anmeldung an einem Gymnasium möglich machen würde. Auf den Anmeldebögen, auf denen die Eltern drei Schulwünsche abgeben dürfen, tauchen häufiger als in früheren Jahren Gymnasien oder stadtbekannte Qualitäts-Sekundarschulen als Zweitwunsch auf. Das nehmen wir mal als indirektes Kompliment. Die Nachfrage von Familien, die in angrenzenden Bezirken wohnen, hat ebenfalls zugenommen.

Wiederholer*innen. Eine Herausforderung wird die Frage sein, welche Kapazitätsprobleme entstehen werden durch das den Eltern in Aussicht gestellte Recht, ihr Kind die Klasse wiederholen zu lassen. Und zwar ohne Anrechnung auf die maximale Verweildauer und ohne Ablehnungsmöglichkeit durch die Schule. Für uns bedeutet das: Mit einer erwartbar deutlich steigender Zahl von Wiederholer*innen dürften die Jahrgänge 7 und 10 der weiterführenden Schulen im kommenden Schuljahr signifikant größer werden; ohne dass allerdings bisher sichtbar wäre, wie das aufgefangen werden soll. Aber die Johanna-Eck-Schule wird auch diese Probleme konstruktiv im Einvernehmen mit Schulaufsicht und Schulträger lösen.

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