Namen & Neues

Corona-Tagebuch der Johanna-Eck-Schule: Die Rückkehr fällt aus

Veröffentlicht am 23.03.2021 von Sigrid Kneist

Eigentlich hätten die Jahrgänge sieben bis neun jetzt auch wieder an die Schulen kommen sollen. In der vergangenen Woche wurde dies aufgrund der Corona-Entwicklung aber wieder ausgesetzt. Wie die Schüler darauf reagieren, verrät uns auch in dieser Woche Verwaltungsleiter Axel Jürs, der Einblick ins Online-Tagebuch der Tempelhofer Sekundarschule gewährt.

Präsent im Gebäude. Hier und da sind die Jahrgänge dennoch in zulässiger Weise im Schulhaus vertreten: weil sie Einzelarbeitsplatze für das Homelearning nutzen dürfen, weil sie für Einzelcoaching Lehrkräfte treffen oder weil sie Klassenarbeiten oder Vergleichsarbeiten des achten Jahrgangs schreiben. Viele schauen kurz bei Schulleiter Engin Çatık vorbei, dessen Geburtstag in der vergangenen Woche bemerkenswert viele Schüler:innen kennen. Wenn sie sein „Schön, dass Du da bist!“ hören, erkennen sie an der Stimmlage, dass er das genauso meint.

Lust auf Klassenarbeit. Dieses Geständnis macht Schülerin G., die die Vergleichsarbeiten für die achten Klassen schreiben muss: „Hätte ich nie gedacht, dass ich mal so scharf drauf sein würde, Klassen- oder Vergleichsarbeiten schreiben zu dürfen, nur um in der Schule sein zu können.“ Und L., Klassensprecher aus dem siebten Jahrgang, sagt: „Die meisten von uns kommen gut zurecht. Die Lehrkräfte machen online total viel für uns – manchmal sogar zu viel.“ Dass es einige gibt, die den Anschluss verlieren könnten, sieht er sehr wohl, gibt aber – altersgemäß cool – nur ungern zu, dass er sich Sorgen um einzelne Jahrgangskamerad:innen macht. Bei ihm klingt es gar nicht prätentiös, wenn er zum „Corona-Reset“ sagt: „Dann eben nach Ostern – kriegen wir bestimmt hin, Herr Çatık!“

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