Namen & Neues

Gefälschte Corona-Testzertifikate in Shishabars

Veröffentlicht am 17.08.2021 von Sigrid Kneist

Bei Kontrollen von vier Shishabars in Bezug auf die Corona-Maßnahmen in Tempelhof-Schöneberg sind den Ordnungsamtsmitarbeitern in erheblichem Maße gefälschte Testbescheinigungen vorgelegt worden. Überprüft werden sollte, ob in der Innengastronomie die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet – eingehalten wurde. Wie die für Ordnungsangelegenheiten zuständige Stadträtin Christiane Heiß (Grüne) sagte, fiel die Bilanz erschreckend aus: 56 der 80 von den Gästen vorgelegten negativen Testbescheinigungen seien Fälschungen gewesen, das macht einen Anteil von 70 Prozent aus.

Die illegalen Bescheinigungen seien vermutlich über die sozialen Medien verbreitet worden. Heiß teilte mit, dass es sich mutmaßlich um den Straftatbestand der Dokumentenfälschung handelt. Zudem seien die Corona-Schutzmaßnahmen unterlaufen worden. Sowohl die Polizei und das Gesundheitsamt wurden informiert. Es drohen Bußgelder in vierstelliger Höhe. Heiß forderte die Gastronomen auf, einen genauen Blick auf Testbescheinigungen zu haben. Es werde jetzt weitere Schwerpunktkontrollen geben. Und alle Fälschungen würden konsequent zur Anzeige gebracht.