Namen & Neues
Online-Tagebuch der Johanna-Eck-Schule: Impfen, impfen, impfen
Veröffentlicht am 07.12.2021 von Lotte Buschenhagen
Zum dritten Mal schon organisiert die Tempelhofer Sekundarschule einen Impftermin im Schulgebäude. Was die Schüler*innen dazu sagen, beschreibt Verwaltungsleiter Axel Jürs in dieser 90. Tagebuchfolge.
Johannas drittes offenes Impfangebot ante portas: Die Anmeldeliste für diesen Freitag ist schon gut gefüllt mit Menschen, die sich nach ihrer späten Erstimpfung nun auch die zeitlich abgestimmte Zweit-Impfung abholen. Und es sind auch wieder Booster- Interessierte dabei, soviel ist sicher. Die Nachfrage hat kurz vor dem Jahreswechsel zusätzlichen Schwung durch die sich verschärfenden Beschränkungen für un(vollständig)geimpfte Personen erhalten.
Vertrauensbonus wirkt: Schülerin N. konnte ihre Tante überzeugen. „Dass die Aktion an meiner Schule stattfindet, fand sie schon mal gut, und dass ich bei der Umsetzung der Aktion helfe, hat sie so stolz gemacht, dass sie ihre Zweifel überwunden hat.“ Und eine Zehntklässlerin, die aus dem Unterricht weiß, was induktiv und deduktiv bedeutet, sekundiert und deduziert souverän: „Das Prinzip Vertrauen würde bestimmt auch an anderen Stellen gut funktionieren!“ Sie denkt an Kitas, aber auch an gynäkologische Praxen: „Ich bin sicher, dass manche junge Frau, die sich Sorgen in Bezug auf Impfrisiken für spätere Schwangerschaften macht, von ihrer Ärztin überzeugen ließe, statt auf Fake-News zu hören.“ Und ihre Großmutter schwört auf die Apotheke ihres Vertrauens.
Ein doppelt interessanter Gedanke: Erstens in der Sache – und zweitens zeigt es, dass Politik-Unterricht und das Schwerpunktthema Demokratiebildung an der Johanna das Heranwachsen zu reflektierten und mündigen Bürger*innen wirksam positiv beeinflussen. Falls Land und Bund also noch Ideen brauchen, um die 30 Millionen Impfdosen unters Volk, bzw. unter die Haut zu bringen: Einfach mal junge Leute an der Johanna fragen…
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