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Umstrittener Radschnellweg durch den Hans-Baluschek-Park: Linke gegen die Planungen

Veröffentlicht am 03.05.2022 von Sigrid Kneist

Über die Streckenführung des Radschnellwegs (Teltow-Route) wird bereits seit einigen Monaten heftig gestritten. Vor allem der Fußgängerverband FUSS und die Seniorenvertretung von Tempelhof-Schöneberg lehnen es ab, dass diese durch den schmalen Hans-Baluschek-Park zwischen Südkreuz und S-Bahnhof Priesterweg führen soll. Jetzt hat sich auch die Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung gegen die Route ausgesprochen. „Denn angesichts der aktuellen Planungen wird der Fußverkehr gefährdet. Es fehlen getrennt geführte und geschützte Wege für den Fuß- und für den Radverkehr“, heißt es in einer Presseerklärung der Linken. „Stattdessen ziehen wir eine Lösung vor, die den Radschnellweg um den Park herumführt.“

Die Positionierung in der Linksfraktion schien vor einigen Wochen noch anders auszusehen. Im Ausschuss für Ordnung, Grün, Umwelt und Klimaschutz von Tempelhof-Schöneberg hatte sich die Linke gemeinsam mit CDU, SPD und FDP ursprünglich für eine Beschlussempfehlung und somit für die Radwegeführung durch den Park entschieden; die Grünen hatten sich enthalten. Im federführenden Ausschuss für Straßen und Verkehr wird die Linksfraktion jetzt aber gegen die Strecke stimmen. Man wolle damit unter anderem die Position der bezirklichen Seniorenvertretung unterstützen. Diese vertritt die Auffassung: “Würde durch den schmalen Grünstreifen ein Radschnellweg geführt, würde der Park zu einer Verkehrsfläche umgewidmet und der Charakter als Erholungsraum zerstört.” leute.tagesspiegel.de