Namen & Neues
Aus für Nachtcafé in der Bülowstraße
Veröffentlicht am 28.01.2025 von Nora Tschepe-Wiesinger
In der Bülowstraße 91 an der Ecke zur Frobenstraße sollte ein Nachtcafé zur Unterstützung von Sexarbeitenden und wohnungslosen Menschen im Kiez rund um die Kurfürstenstraße entstehen. So hatte es die Bezirksverordnetenversammlung im April auf einen Antrag der Fraktionen der Grünen, SPD und Linken hin beschlossen. Vorgesehen war dafür die Gewerbefläche eines ehemaligen leerstehenden Cafés, das der Gewobag gehört. Die Stadtmission hatte bereits zugesagt, sich mit 100.000 Euro an dem Projekt zu beteiligen. Die Gewobag war aufgefordert worden, sich mit der Stadtmission in Verbindung zu setzen.
Stattdessen teilte das Wohnungsunternehmen am Dienstag mit, dass es einen Mietvertrag für die Räume mit einem Zahnlabor abgeschlossen habe. Der Grünen-Abgeordnete Sebastian Walter und der stellvertretende BVV-Fraktionsvorsitzende Elias Joswich kritisierten den Entschluss der Gewobag in einer Pressemeldung: „Mit der Vergabe der Räume an einen gewerblichen Mieter wird eine große Chance vertan. Die Möglichkeit, den spezifischen sozialen Herausforderungen rund um die Kurfürstenstraße mit dem gezielten Angebot eines Nachtcafés zu begegnen, wurde fahrlässig aufgegeben.“