Polizei

Gefährdung durch Falschparker

Veröffentlicht am 15.05.2018 von Sigrid Kneist

In Marienfelde gab es am Dienstagmorgen ein Paradebeispiel dafür, wie Kinder und Rollstuhlfahrer durch Falschparker gefährdet werden. Durch einen parkenden Lastwagen im Kreuzungsbereich des Tirschenreuther Rings Ecke Waldsassener Straße war die Sicht für abbiegende Autofahrern stark eingeschränkt. Dadurch ergab sich am Übergang für Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer die Gefahr, übersehen zu werden. Auch mussten sich überquerwillige Fußgänger mit Kinderwagen bis weit auf die Fahrbahn hineinbewegen, um nach Autos Ausschau zu halten. Die alarmierte Polizei weigerte sich jedoch, den dort offenbar zum wiederholten Male parkenden Lkw abzuschleppen, und stellte lediglich ein Knöllchen aus – auch das nicht zum ersten Mal, wie uns ein Zeuge meldet.

Ein Polizeisprecher sagte später, zur Umsetzung, wie das Abschleppen im Behördendeutsch genannt wird, sei eine konkrete Gefahr oder Behinderung notwendig. Diese schien den Streifenpolizisten vor Ort nicht offenbar geworden zu sein. Dabei handelt es sich laut dem Zeugen um eine Kreuzung, die mitten auf einem stark frequentierten Schulweg liegt. Bilder belegen, wie Menschen mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer versuchen, die Straße zu überqueren. Dabei wird klar: Die Gefahr war nicht nur abstrakt, sondern sehr konkret.