Sport

Veröffentlicht am 14.08.2018 von Sigrid Kneist

Bolzplatz erhalten oder Sporthalle bauen? In Friedenau wollen jetzt Anwohner eine Bürgerinitiative gründen zur Erhaltung des Bolzplatzes am Perelsplatz/Lauterstraße. Der Knackpunkt dabei ist, dass der Platz zum Schulhof der Friedrich-Bergius-Schule gehört und dort eine neue Sporthalle entstehen soll. Auf Facebook nennt eine Initiatorin diese Planung inakzeptabel. „Eine Sporthalle kann gern an anderer Stelle gebaut werden, wo dann möglichst kein Sportplatz weichen muss“, schreibt sie.

Um den Platz ging es hier auch schon einmal wegen des Vereins Kiezmove, der dort trainieren kann, aber beim Fußballtraining auf mobile Tore verzichten muss. Auch dessen Vorsitzender Sebastian Howe bestreitet die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle auf dem Gelände. Die Bürgerinitiative will sich am Freitag, 17. August, 18.30 Uhr, gründen.

Von einer schwierigen Debatte spricht der Vorsitzende des Schöneberger Fußballvereins FC Internationale, Gerd Thomas. Es sei ein Fakt, dass hier verschiedene Interessen gegeneinander ausgespielt werden. „Die Halle ist dringend notwendig, aber die Versorgung mit ungedeckten Sportflächen ist gleichzeitig eine Katastrophe“, schreibt Thomas. Er plädiert dafür, dass die Politik die Planungen im Bezirk für Sportflächen offenlegt. Am besten in einer offenen Bürgerveranstaltung. Am Beispiel des Umbaus Südkreuz sehe man gut, wie man Bürger einbeziehen kann.

Gemeinsam trainieren. In dieser letzten Ferienwoche veranstaltet  der TSV Rudow 1888 mit dem TSV Tempelhof-Mariendorf zum ersten Mal ein gemeinsames Volleyball-Sommercamp für die jugendlichen Spieler. Dadurch soll diesen auch vermittelt werden, wie wichtig es ist, zwar auf dem Spielfeld gegeneinander anzutreten, aber für eine größere Sache zusammenzuarbeiten.

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