Sport

Veröffentlicht am 05.05.2020 von Sigrid Kneist

Das lange Warten auf die Bäder in Berlin. In den kommenden Jahren sollen in Tempelhof und Mariendorf zwei neue Schwimmbäder gebaut werden: Ein neues Bad im Rahmen der Planungen für die Neue Mitte Tempelhof, sowie ein großes Multifunktionsbad am Ankogelweg in Mariendorf. Die bestehenden Bäder werden im Rahmen dieser Planungen abgerissen. Die Pläne für das Mariendorfer Bad ziehen sich seit Jahren in die Länge. 2015 sprach man noch von einem Eröffnungstermin im Jahr 2021; dieser wurde kontinuierlich immer weiter in die Zukunft verlegt.

Wann beginnt der Abriss? Das Mariendorfer Kombibad soll ab Oktober 2022 weichen. Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der beiden aus dem Bezirk stammenden CDU-Abgeordneten Roman Simon (CDU) und Florian Graf (CDU) sowie des sportpolitischen Sprechers der Fraktion, Stephan Standfuß, hervor. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen dann im ersten Halbjahr 2023 beginnen. Mit einer Öffnung des neuen Bades ist nicht vor dem Sommer 2025 zu rechnen. Für das neue Bad an der Tempelhofer Götzstraße gibt es nach Angaben des Senats noch keine detaillierte Terminplanung. Im Januar 2019 hieß es noch, dass 2021/22 Baubeginn sein sollte. Da die Schwimmhalle an anderer Stelle als das alte Bad entsteht, soll mit dessen Abriss erst nach der Fertigstellundg des Neubaus begonnen werden.

Wo kann geschwommen werden? Bisher gibt es den Angaben zufolge noch kein Konzept, wohin Schulen und Vereine während der Zeit der Bauarbeiten ausweichen können, da der aktuelle Bedarf noch nicht festehe. Erschwert wird die Situation im Bezirk zudem, weil die Schöneberger Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm ebenfalls saniert werden soll. Kritik kommt vom CDU-Abgeordneten Florian Graf„Für mich ist es auch angesichts des inzwischen überlangen Planungsvorlaufs überhaupt nicht nachvollziehbar, dass es für die Nutzer bis zum heutigen Tag immer noch keine verlässlichen und planbaren Zusagen für die Ausweichflächen gibt.“ Gerade Schulen, Vereine und Anwohner bräuchten klare Perspektiven und langfristige Sicherheit. – Text: Sigrid Kneist
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