Kiezgespräch

Veröffentlicht am 26.03.2019 von Sigrid Kneist

Zum Schluss eine Meldung im heutigen Newsletter für Tempelhof-Schöneberg aus der Rubrik: „Tierisches geht immer“: Die Eichhörnchenbrücke am Kleistpark lässt noch auf sich warten. Wie hier berichtet, beschlossen die Bezirksverordneten im Dezember auf Initiative der Grünen, dass das Bezirksamt prüfen soll, wo die Brücken für die flinken Klettterer angebracht werden können, damit die Tierchen gefahrlos über Straßen von A nach B kommen können. Als erste mögliche Querung nennt der Antrag einen Standort am Haus am Kleistpark, einem bezirklichen Kulturstandort.

Nun sollte man meinen, dass eine solche Eichhörnchenbrücke schnell realisiert werden kann. Denn sie ist ja kein Bauwerk an sich, man denkt vielmehr an ein dickes Seil, das zwischen zwei Bäumen oder Masten gespannt werden kann. Aber dem ist nicht so. Die Verwaltung ist noch mit der Prüfung befasst, sagte mir Verkehrsstadträtin Christiane Heiß (Grüne). Ob es bei Eichhörnchen auch 18 Verwaltungsschritte und rund drei Jahre bis zur Realisierung dauert, bis ihre Verkehrswege gesichert sind, so wie es Heiß einmal für die Anlage eines Zebrastreifens beschrieben und der SPD-Bezirksverordnete Axel Seltz dokumentiert hat? In Tempel-Schön gibt’s dazu noch keine Erfahrungswerte. Anders hingegen in Treptow-Köpenick, dort dauerte die Umsetzung vor fünf Jahren gut ein halbes Jahr. Das lässt ja noch hoffen. – Sigrid Kneist
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