Kiezgespräch

Veröffentlicht am 14.04.2020 von Sigrid Kneist

Mit Abstand draußen. Viel ist in diesen Tagen davon die Rede, dass gerade ältere Menschen als Hochrisikogruppe noch länger von Einschränkungen betroffen sein werden als jüngere. Aber inzwischen hat sich zum Glück die Einsicht durchgesetzt, dass es nicht darum gehen kann, Senioren in ihren Wohnungen zu isolieren. Auch die Seniorenvertretung des Bezirks unterstützt den gemeinsamen Appell der Gesunheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) und der Landesseniorenvertretungen. Die Kernpunkte: Möglichst wie alle anderen im Haus bleiben, sich bei Alltagserledigungen helfen lassen, in Bewegung bleiben, drinnen oder mit Sicherheitsabstand zu anderen Menschen draußen, alle Kanäle wie Handy, Telefon oder Internet zur Kontaktaufnahme nutzen.

Mutmacher. Der Tempelhofer Horst Milde (81 Jahre alt), vielen Menschen in der Stadt bekannt als Gründer des Berlin-Marathons, berichtet, wie er sich in diesen Tagen in Bewegung hält: „Als selbst „Hochrisikogefährdeter“ laufe/jogge ich jeden zweiten Tag ganz früh durch die Tempelhofer Parks und Gartenkolonien, fahre Rad auf dem Tempelhofer Feld, mache viel Gymnastik. Wer sehr früh mit dem Auto in den Grunewald oder an die Havel fährt, trifft dort keine Menschenseele – und ist danach für den Tag gerüstet!“