Kiezgespräch

Veröffentlicht am 31.08.2021 von Judith Langowski

„Macht die Tür auf!“, fordert Tagesspiegel-Kollege Felix Hackenbruch. Als Bewohner der Roten Insel stört es ihn, dass eine Tür am Bahnhof Südkreuz nicht geöffnet wird. Er hat bei der Bahn (erneut) nachgefragt, warum. Hier sein Bericht:

Verspätung und Verzögerung am Bahnhof kennt man ja, aber am Berliner Südkreuz brauchen Fahrgäste besonders viel Geduld. Seit mehr als drei Jahren ist dort die nördliche Tür geschlossen, die früher gerne von Passanten von der Roten Insel genutzt wurde. Erst wegen einer Baustelle, doch auch danach blieb die Türe einfach zu. Fahrgäste müssen deshalb einen Umweg nehmen, vorbei an einer vermüllten Böschung, in der es nach Urin und Kot stinkt und entlang an der stark befahrenen Wilhelm-Kabus-Straße, wo sich Radfahrer und Fußgänger regelmäßig in die Quere kommen.

„Der Wunsch nach einer Öffnung dieses Zu-/Ausgangs ist beim Bahnhofsmanagement bekannt“, sagte ein Bahnsprecher vor mehr als einem Jahr auf Tagesspiegel-Anfrage. Es werde deshalb „derzeit geprüft“, ob die Tür wieder geöffnet werde, hieß es im Juni 2020.

Getan hat sich bislang nichts, also haben wir nochmal nachgefragt: Die Tür sei „nie ein offizieller öffentlicher Zugang“ gewesen, teilt ein Bahn-Sprecher mit. Es gebe strenge Auflagen bei der Wegeleitung hinsichtlich Brandschutz und Sicherheit. Man wolle die Tür jedoch wieder öffnen, verspricht der Sprecher. Allerdings: „Die Deutsche Bahn plant zwar weiterhin, ihn zu öffnen, dafür laufen aber noch Gespräche und Prüfungen, die erfahrungsgemäß noch etwas dauern werden.“

Thank you for waiting with Deutsche Bahn!