Kiezgespräch
Veröffentlicht am 24.03.2026 von alexander conrad
Noch immer keine Finanzierungszusage: Was wird aus der Urania? Seit Jahren ist bekannt, dass die Urania ganz dringend eine Finanzierungszusage braucht. Das marode Haus muss grundlegend saniert werden, die älteste Bildungsstätte der Stadt ist sichtbar in die Jahre gekommen, manche sagen: Es geht um die Existenz. Der Bund hat dafür 32,75 Millionen Euro zugesagt, die aber nur bis Ende des Jahres reserviert sind – und nur dann fließen, wenn sich Berlin mit derselben Summe beteiligt. Die Entwürfe internationaler Architekten liegen vor, das Ergebnis wird demnächst vorgestellt. „Das Land Berlin wird diesen Ort in der Stadt nie wieder zu so guten Konditionen nachhaltig baulich positiv prägen können“, sagte Urania-Chefin Johanna Sprondel dem Tagesspiegel.
Man sei in „intensivem Austausch“ mit der Finanzverwaltung, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch am Donnerstag im Bildungsausschuss. „Die Sanierung der Urania wird vom Land Berlin grundsätzlich unterstützt“, heißt es auch von der Finanzverwaltung. Doch im Haushalt ist das Geld nicht vorgesehen – und die Finanzverwaltung geht davon aus, dass das Abgeordnetenhaus eingebunden werden muss. Doch der Urania läuft die Zeit davon. „Ich begrüße es sehr, dass das Land Berlin jetzt ganz konkrete Schritte unternimmt, damit das Bauvorhaben Urania gemeinsam mit dem Bund durchstarten kann“, sagt Günter Ziegler, Vorsitzender des Urania-Kuratoriums. Seit zwei Jahren sei von Seiten der Urania mit voller Kraft an dem Projekt gearbeitet worden. „Jetzt fehlt nur noch das grüne Licht vom Land.“
- Text: Anke Myrrhe, Margarethe Gallersdörfer und Jessica Gummersbach vom Checkpoint-Newsletter