Nachbarschaft

Veröffentlicht am 10.09.2019 von Judith Langowski

Einer von mehr als 60.000 beim Berlin-Marathon. Jede Woche stellen wir in unseren Tagesspiegel-Newslettern aus jedem der 12 Berliner Bezirke einen Menschen vor, den etwas antreibt. Diesmal aus Tempelhof-Schöneberg: Ronny Kaiser, 43 Jahre aus Lichtenrade. Er arbeitet bei der Berliner Sparkasse in Tempelhof und läuft seit 2013 beim Berlin-Marathon mit. Er ist auch schon in Dresden und Hamburg angetreten.

Am 28. und 29. September findet der nächste Berlin-Marathon statt. Der Tagesspiegel ist Medienpartner des großen Sport-Events, das zuletzt mehr als 60.000 Teilnehmer aus 134 Nationen angelockt hat. Laufen oder rollen Sie diesmal mit? Wir suchen Leser*innen, die sich mit wenigen Sätzen vor dem Marathon hier im Newsletter vorstellen möchten. Läufer, Skaterinnen, Rollstuhlfahrer und Teilnehmerinnen des Kinder-Marathons aus Tempelhof-Schöneberg sind herzlich eingeladen, meiner Kollegin Sigrid Kneist zu schreiben: sigrid.kneist@tagesspiegel.de oder mir unter leute-j.langowski@tagesspiegel.de. Und bitte denken Sie daran, ein Foto von sich mitzuschicken, es muss auch keins in Laufklamotten sein. Kann aber.

Was bewegt Ronny Kaiser zum Marathon-Laufen und wo läuft er am liebsten entlang?

Meine Lieblingsstrecke beginnt vor meiner Haustür in Lichtenrade, geht über Mahlow nach Blankenfelde. Wenn lange Strecken anstehen, laufe ich über Diedersdorf zurück. Natur pur, herrlich! Und immer ohne Musik, auch wenn ich länger als drei Stunden unterwegs bin. Während der längeren Läufe denke ich über alles nach, was so die Woche passiert ist, bei der Arbeit und der Familie. Zum Schluss, wenn der Hunger kommt, auch mal darüber, was es zum Essen gibt. Ich brauche keine Musik, ich mag den Reiz der Ruhe. Ich laufe seit meiner Jugend und fast immer allein. So ist die Planung am einfachsten. Für mich ist das der Ausgleich zum Bürojob und Alltagsstress.

Im Laufe des Jahres versuche ich bei allen SCC-Läufen dabei zu sein, wenn die Termine passen. Der SCC ist mein Sportverein, doch leider komme ich aktuell nicht dazu, im Mommsenstadion zu trainieren. Es steht halt nicht in Tempelhof!

Zur Zeit laufe ich mehrmals pro Woche morgens zur Arbeit und am Abend zurück. Das sind etwa zehn Kilometer, da ich natürlich nicht an der Hauptverkehrsstraße entlang laufen möchte. Ich brauche etwa 50 Minuten zur Arbeit, dort kann ich auch duschen. Die größte Herausforderung ist aber, immer ein frisches Hemd im Büro zu haben. Alles eine Planungsfrage! Aber vor kurzem musste ich erstmal Strümpfe kaufen gehen, da ich nur noch weiße Sportsocken im Bürospind hatte – das passte nicht so gut zum dunklen Anzug.

Am Marathon reizen mich drei Dinge: das regelmäßige Training, der Wettkampf und die langen Trainingsläufe. Es ist ein tolles Gefühl für mich, am Wochenende nach gelaufenen 30 Kilometern um 9.30 Uhr morgens mit der Brötchentüte bei meiner Familie zurück zu sein.“ – Text: Judith Langowski

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Diesen Text haben wir als Leseprobe aus dem Tagesspiegel-Newsletter für den Berliner Bezirk Tempelhof Schöneberg entnommen. Den kompletten Newsletter gibt’s hier – unkompliziert und kostenlos: leute.tagesspiegel.de. Weitere Themen in dieser Woche im Newsletter: +++ Viele Hochzeiten, viele Scheidungen, viele Polinnen, viele Kroaten: Unser Bezirk in Zahlen +++  Neue Infos zur Dresdner Bahn: So soll der Bau den Verkehr im Süden beeinflussen +++ Wer wusste was? Der Pädophilie-Fall und das Bezirksamt +++ Alte Mälzerei Lichtenrade und Neue Mitte Tempelhof – das passiert kulturell im Bezirk +++ Letzte Runde: Laufen Sie noch mit bei der Checkpoint-Laufgruppe +++ Gemeinsame Sache machen: Das sind die Freiwilligentage im Bezirk +++ Science Fiction an den Yorckbrücken: Parlant Papap und Nohe Noshe treten auf +++ Der Hafen lebt! Wirt benennt 3. Januar zum Feiertag +++

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