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von Thomas Loy

Veröffentlicht am 03.12.2018

Ein Ruf gellt aus den Amtsstuben im Rathaus Köpenick: Kein Personal! Besonders schlimm ist es bei Stadtrat Rainer Hölmer, der hat deswegen auch einen gewissen Unwillen durchblicken lassen, in der Debatte um steigende Mieten und Anwendung des Vorkaufsrechts den schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen. Warum TreKö ein Treffen der Bezirksstadträte für Bauen aus Mitte, Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg geschwänzt habe, obwohl dort eine effektivere Anwendung des Vorkaufsrechts Thema gewesen war, wollte der Linken-Politiker Uwe Döring wissen.

Von diesem Treffen habe man auch erst aus der Presse erfahren, antwortete Hölmer. Es habe auch keine Einladung gegeben. Und dann die Ohnmachtserklärung: Es fehle „aus Sicht des Bezirksamtes an finanziellen und personellen Rahmenbedingungen sowie an geeigneten Instrumenten, angemessen steuernd in die gegenwärtig investorengetriebene Stadtentwicklung Berlins einzugreifen“. Die Message an alle Mieter: Im Bezirksamt von TreKö haut euch keiner raus, da müsst ihr schon nach Friedrichshain-Kreuzberg oder Mitte umziehen.

Aber immerhin ist ein zusätzlicher Stadtrat im Gespräch, wie Bzbm Oliver Igel mir bestätigte. Das hätten die Staatssekretäre zusammen mit den Bürgermeistern ausgeheckt. Es solle wieder sechs Stadträte geben, wie in den guten alten Zeiten vor den Sparrunden der Wowereit-Jahre. Wann der sechste Mann/die sechste Frau kommen wird, weiß aber noch niemand.

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de