Intro
von Simone Jacobius
Veröffentlicht am 01.06.2026
Demonstrieren für den Erhalt der Görlitzer Bahn-Brücken. Am Sonnabend fand eine Demonstration für den Erhalt dieser wichtigen Wegeverbindung auf dem stillgelegten Bahndamm statt. Auch Politiker unterschiedlicher Parteien waren unter den etwa 400 Teilnehmern. „Ziel muss es jetzt sein, dass der Senat den konstruktiven Umgang mit der Bahn und den Bezirken findet“, erklärt Henning Füller von der Initiative ZusammenBrücken, einem losen Zusammenschluss von Anwohner:innen aus Treptow und Kreuzberg. Ein Beispiel sei die historische Yorckbrücke 5 in Schöneberg, inzwischen das Herzstück des Gleisdreieck Parks. Auch da hat die Stadt Verantwortung übernommen und sichert den Unterhalt.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) sprach bei der Begrüßung der Demonstrierenden von einer „dramatischen” Situation. Alle Parteien hatten sich im Vorfeld für den Erhalt der Verbindung ausgesprochen und für eine schnelle Einigung zwischen dem Senat und der Deutschen Bahn, als Eigentümerin.

Übrigens ist das Bahngelände bereits entwidmet. Seit Jahren geht es darum, die Zustimmung der Deutschen Bahn zu bekommen, um das Areal offiziell als Grün- und Erholungsanlage ausweisen zu können, also zu widmen, erklärt die Stadträtin für Stadtentwicklung und Umwelt, Claudia Leistner (Grüne). In dieser Woche soll es wieder Gespräche zwischen Bezirksamt, Senatsverwaltung und Bahn geben.