Kiezkamera

Veröffentlicht am 24.02.2020 von Thomas Loy

Bauzäune sind das Mittel der Wahl, um einer kurzfristigen Problem-Behebung rechtskonform aus dem Weg zu gehen. Und darum geht es in Zeiten der Personalnot in erster Linie: Rechtskonform handeln, bzw. rechtssicher nicht handeln. Für solche Spitzfindigkeiten hat Hanspeter Paul, Spaziergänger im Treptower Park, wenig Verständnis. „Seit Ende des Monats Januar warte ich auf die Beantwortung meiner Eingabe an den Bürgermeister von Treptow-Köpenick.“ Darin schildert Paul „drei Standorte von Papierkörben bzw. jetzt noch zwei, die seit ca. drei Jahren durch jeweils einen Bauzaun der Nutzung entzogen sind.“

Ein Papierkorb ist offenkundig abgebrannt, ein weiterer verschwand spurlos, der dritte ist voller Graffiti und außerdem überfüllt. „Wie mir durch das Büro des Bürgermeisters mitgeteilt wurde, dauert die Prüfung meiner Bitte bis mindestens März.“ Zunächst müssten zur Beseitigung der Schäden Haushaltsmittel des Bezirks eingeplant und genehmigt werden. Das hält Paul für ein „Unding“, zumal der Treptower Park ja gerade als Gartendenkmal saniert worden sei. „Solche Schandflecke sind meiner Meinung nach umgehend und unbürokratisch zügig zu beseitigen!!!“ Da hat er einfach mal recht.

Foto: Hanspeter Paul

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