Kultur

Fördermillionen fürs KWO-Museum

Veröffentlicht am 06.05.2019 von Thomas Loy

Das KWO-Museum, ein Projekt des Industriesalons Schöneweide, wird zumindest nicht am Geld scheitern. Das hat jetzt der Senat beschlossen. Das Museum soll mit sieben Mio. Euro aus Mitteln der Wirtschaftsförderung unterstützt werden. Geistige Mutter der neuen Attraktion ist Susanne Reumschüssel, Leiterin des Industriesalons. Als ich sie für den Treptow-Köpenick-Newsletter anmaile, sitzt sie gerade im Zug. Die Förder-Millionen seien schon etwas überraschend gekommen, erklärt sie, das Projekt werde aber schon länger in den zuständigen Gremien diskutiert. Geplant ist eine vor allem auf digitalen Medien beruhende Ausstellung zur Geschichte des Industrieareals in der ehemaligen Kantine der AEG. Denn konkrete Objekte aus der Zeit vor den Weltkriegen und dazwischen gibt es kaum noch, auch von der Ausstattung der Kantine ist nur noch das verzierte Deckengebälk erhalten.

Doch es könnte sein, dass die sieben Mio. Euro gar nicht reichen, das Gebäude der alten Kantine herzurichten, dort steckt nämlich teilweise der Schwamm im Holz. Außerdem gehört es dem Industriellen Wilms, der nicht gut auf den Bezirk zu sprechen ist. Linke und Grüne wiederum sind nicht gut auf Wilms zu sprechen, weil der sich weigert, den Uferweg zwischen Kaisersteg und HTW freizugeben.

Das Kürzel KWO steht fürs Kabelwerk Oberspree, das bis in die 90er Jahre in Betrieb war. Unter diesem Tagesspiegel-Link finden Sie einen Spaziergang durch den größte Industriestandort der DDR. Faszinierende Bilder aus den Ruinen, nicht nur vom KWO, finden Sie unter diesem Tagesspiegel-Link. – Thomas Loy
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Dieser Text ist zuerst im neuen Tagesspiegel-Newsletter für Treptow-Köpenick erschienen, den wir Ihnen einmal pro Woche zusenden. Den Newsletter von Thomas Loy können Sie ganz unkompliziert und einfach bestellen unter leute.tagesspiegel.de.

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