Kultur
Ein Kraftwerk für die Kunst: Neues Projekt in Oberschöneweide
Veröffentlicht am 07.12.2020 von Thomas Loy

Das Drehstromkraftwerk Oberschönweide, das älteste seiner Art in Deutschland, soll ab dem Frühjahr 2021 zu einem Kunst- und Veranstaltungszentrum ausgebaut werden. Ein Künstlerkollektiv um den Berliner Filmemacher und Fotografen Ralf Schmerberg hat die Halle vom Unternehmer Johann Wilms langfristig (20 Jahre) angemietet. Unter dem Label MaHalla Berlin gibt es inzwischen eine Internetseite, die beeindruckende Fotos aus dem ehemaligen Kraftwerk versammelt.
Eine „White Box“ für viele Projekte. Derzeit werde der Bauantrag für die Einrichtung von Ateliers, Ausstellungsräumen und einer Versammlungsstätte vorbereitet, sagt Schmerberg. Es gehe besonders um neue Leitungen für Strom, Wasser, IT und den Brandschutz, „Dach und Fenster fassen wir nicht an.“ Die Kraftwerkshalle könne als „White Box“ für verschiedenste Projekte und Installationen genutzt werden, für Musik-Performances oder Videofilm-Projektionen. Es sei aber definitiv nicht geplant, einen Club einzurichten oder Konzerte zu veranstalten.
Die Halle biete ein sehr gutes Licht, findet Schmerberg, eröffne ihren Nutzern „gigantische Momente, macht den Menschen aber nicht klein“. Er sei sehr glücklich, demnächst in Oberschöneweide arbeiten zu können. Schmerberg hat sein Atelier derzeit in der Swinemünder Straße in Mitte. Für ihn breche nun eine neue Ära an: „Wie Fritz Lang zu seiner Zeit kam auch Ralf Schmerberg nach Oberschöneweide und sah dort eine neue Zukunft“, heißt es auf der Mahalla-Seite.
Foto: Mahalla Berlin
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