Kultur

Berlin, wie es einmal war

Veröffentlicht am 03.01.2022 von Simone Jacobius

Gleich mit einer Doppelausstellung startet der Industriesalon Schöneweide ins neue Jahr. Unter dem Thema „Berlin – einst und jetzt“ zeigt die Fotogruppe Ortoklick, wie sich Berlin nach der Wende entwickelt und verändert hat. „Berlin ist nicht – Berlin wird!“ Dieser Spruch versinnbildlicht den ständigen Wandel der Metropole an der Spree. In den Jahren zwischen 1992 und 2020 haben die Mitglieder der Fotogruppe bei vielen Spaziergängen die Veränderungen an Gebäuden und Plätzen fotografisch erfasst. Die alten und die neuen Aufnahmen eines Ortes stehen sich in einem Rahmen gegenüber.

Eine zweite Ausstellung widmet sich einem wahrhaft dunklen Kapitel der Berliner Geschichte: „In den Kellern Berlins“ heißt sie. Es ist bis heute wenig bekannt, dass Teile der Rüstungsproduktion in Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs in bombensichere unterirdische Fabrikationsräume inmitten der Stadt verlagert wurden. Die aus acht Tafeln bestehende Ausstellung beleuchtet dies nun am Beispiel des größten Elektronenröhrenwerks Europas, des Röhrenwerks von Telefunken, damals eine 100-prozentige Tochterfirma der AEG. Die von den Historikern Thomas Irmer und Bernhard Kohlenbach kuratierte Ausstellung begibt sich auf Spurensuche zu den historischen Orten. Den Umbau der Keller planten bekannte Industriearchitekten.

Beide Ausstellungen sind von Sonnabend an bis zum 27. Februar in der Reinbeckstraße 10 zu sehen. Der Eintritt ist frei. Industriesalon.de