Kurzmeldungen

Veröffentlicht am 24.02.2020 von Thomas Loy

  • Neues Union-Stadion: Verkehrskonzept kommt im Mai. Der Ausbau des Union-Stadions zum 100. Stadiongeburtstag (dieses Jahr!) könnte nur noch mit Zauberei gelingen. Immerhin soll im Mai das neue Verkehrskonzept fertig sein, schreibt die „B.Z.“. Anschließend müssen aber noch Deutsche Bahn, BVG und Umweltschutzgruppen zustimmen, dann folgen noch Umweltgutachten und Schallschutzgutachten. Bis dahin ist die Rückrunde für Union längst gelaufen.
  • Bauarbeiten am S-Bhf. Wilhelmshagen. Die steile Treppe am S-Bahnhof Rahnsdorf ist für die Rahnsdorfer ein Symbol ihrer Ohnmacht geworden. Die Bahn macht halt, was sie will. Was die Rahnsdorfer und Wilhelmshagener wollen, ist dabei zweitrangig. „Nun haben wir, der Bürgerverein, der Bahn endlich noch eine Informationsveranstaltung abgetrotzt“, schrieb mir Hannelore Landsberg vom Bürgerverein Wilhelmshagen-Rahnsdorf. Die Info-Veranstaltung zum Personentunnel am S-Bahnhof Wilhelmshagen ist für Mittwoch, 26. Februar, vorgesehen, von 18.30 bis 20.30 im Ev. Gemeindehaus in der Eichbergstraße 18. Ende März sollen die Rückbauarbeiten beginnen, der neue Tunnel soll dann Ende Februar 2021 in Betrieb gehen, erklärt die Bahn in einer Mitteilung. Was das für die Bahnfahrer bedeutet, möchte die Bahn den Rahnsdorfern gerne persönlich mitteilen.
  • Sprunghafter Anstieg bei Schulschwänzern. Seit dem Schuljahr 2015/16 ist die Zahl notorischer Schulschwänzer im Bezirk um 138 Prozent gestiegen. Das geht aus einem Bericht des Schulamtes hervor. In absoluten Zahlen: Ein Anstieg von 196 auf 468 Anzeigen innerhalb von drei Jahren. Eine Stellungnahme der Schulstadträtin Cornelia Flader (CDU) dazu steht noch aus. Im Schuljahr 2012/13 – damals war Flader noch nicht im Amt – wurden 13 Schüler von der Polizei zur Schule gebracht, einige Eltern erhielten auch Bußgelder, die aber in der Regel nicht gezahlt wurden.
  • Neues Kreativzentrum in Oberschöneweide. Der Senat plant ein neues „Gründerzentrum für die Kreativwirtschaft“, es soll als direkter Anbau der Reinbeckhallen entstehen und kostengünstige Flächen für „Maker“ und Existenzgründer bieten. Das geht aus der Senatsvorlage von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hervor, die am Dienstag beschlossen werden soll. Die Baukosten des Gründerzentrums werden nicht benannt, sie sollen aus GRW-Mitteln (Bund-Länder-Programm für regionale Wirtschaftsförderung) finanziert werden.
  • Neues Licht für Bohnsdorf. Rund um die Prieborner Straße in Bohnsdorf wird die Straßenbeleuchtung erneuert. 213 alte Leuchten werden abgebaut und durch 425 neue LED-Leuchten ersetzt. Die Bauarbeiten sollen im März beginnen und bis Juni abgeschlossen sein. berliner-woche.de
  • Asbest auch in der DDR. Der Sozialismus war doch nicht weniger schadstoffbelastet, wie ich gehofft hatte. Darauf hat mich ein Leser hingewiesen, (vielen Dank!) „Die DDR importierte bis 1989 rund 1,4 Millionen Tonnen Asbest, hauptsächlich aus Russland. Das ergab bei circa 17 Millionen Einwohnern einen Pro-Kopf-Verbrauch von 2,8 Kilogramm, während in der BRD umgerechnet pro Kopf weniger als ein Kilogramm verbraucht wurde.“ In der DDR seien allerdings keine asbesthaltigen Bodenbeläge eingesetzt worden, und ein Verbot von Spritzasbest sei bereits 1969 ausgesprochen worden. Neben dem Palast der Republik findet sich die fiese Faser auch im ehemaligen DDR-Regierungskrankenhaus Buch und zuletzt im „Bürgerzentrum am Hechtgraben“ in Lichtenberg. tagesspiegel.de
  • Protest gegen Baupläne in Plänterwald. Die RBB-Abendschau hatte sich am Samstag zum Vor-Ort-Termin in die Eichbuschallee in Plänterwald begeben. Dort sind viele Nachbarn enttäuscht, dass ein Netto-Markt geschlossen wurde, um auf dem Grundstück Wohnungen zu bauen. Bzbm Oliver Igel (SPD) fordert den Investor auf, im Erdgeschoss einen neuen Supermarkt einzuplanen. Das Konzept, neue Supermärkte mit Wohnungsbau zu verbinden, verfolgen bereits Aldi und Lidl, offenbar rechnet sich das, aber der Investor bleibt bislang bei seinen Plänen. Und Netto verweist auf andere Märkte in der näheren Umgebung. ard-mediathek.de