Namen & Neues

Flugzeugfabrik Johannisthal wird (teilweise) abgerissen

Veröffentlicht am 22.05.2018 von Thomas Loy

Viele kennen es als „VEB Kühlautomat“, die rund 21 Hektar große Industriebrache zwischen Segelfliegerdamm und Groß-Berliner-Damm in Johannisthal. Die eigentliche bauhistorische Bedeutung hat das Gelände aber aus der Gründungszeit der Luftverkehrsgesellschaft Johannisthal von 1912 bis 1916. Damals wurden dort Flugzeuge für den Kriegseinsatz produziert. Jahrelang brannte mal die eine, dann die nächste Werkshalle ganz oder teilweise ab. Jetzt wird deutlich, dass die Denkmalschutzbehörden angesichts der desolaten Situation weitgehend kapituliert haben. Dem vorliegenden Bebauungsplan zufolge sollen sechs historische Werkshallen abgerissen werden, nur das Verwaltungshaus, die ehemalige Schmiede und das Pförtnerhäuschen bleiben erhalten.

Bis zum 4. Juni kann man dagegen schriftlich Protest einlegen, dann endet die öffentliche Auslegungsfrist. 2001 wurde das Gelände den Erben des Fabrikgründers Arthur Müller rückübertragen. Jetzt sollen dort überwiegend Wohnungen gebaut werden, eine Kita mit 160 Plätzen und etwas Gewerbe am Groß-Berliner-Damm.